Suche nach Schultasche im Fall Peggy erfolglos
Polizeitaucher beenden Einsatz

Polizeitaucher suchten im Fall Peggy vergeblich eine Talsperre in Sachsen ab: Sie wollten den Schulranzen des Mädchens finden - 14 Jahre nach seinem Verschwinden. Bild: dpa
Lichtenberg/Pirk. (dpa) Der Schulranzen der vor 14 Jahren in Oberfranken verschwundenen Peggy bleibt auch nach einer großen Suchaktion verschollen. Polizeitaucher beendeten am Mittwoch ihren Einsatz in einer Talsperre bei Pirk in Sachsen ohne Ergebnis.

Wie die Ermittler mitteilten, suchten seit Montagnachmittag acht Taucher den Grund der Talsperre nahe der Staumauer ab. Die Talsperre liegt etwa 40 Kilometer von Lichtenberg im Landkreis Hof entfernt, wo Peggy damals lebte.
Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bayreuth wollten mit der Aktion einer Spur aus dem Jahr 2002 nachgehen: Eine Zeugin hatte sich damals gemeldet und angeblich eine Schultasche an der Talsperre gesehen. Die Ermittler suchten daraufhin jedoch nur das Ufer ab.

Im Wasser haben die Taucher nun lediglich einen Aktenkoffer mit Zeitschriften und schriftlichen Unterlagen gefunden, der nichts mit dem verschwundenen Mädchen zu tun habe.

Im Mai 2001 war die damals neun Jahre alte Schülerin in Lichtenberg nicht von der Schule nach Hause zurückgekehrt. Seitdem fehlt jede Spur von ihr. Große Suchaktionen blieben erfolglos, der Fall sorgte deutschlandweit für Aufsehen. Auch die Schultasche des Mädchens wurde nie gefunden. Wenige Jahre später wurde ein geistig behinderter Mann als Peggys Mörder verurteilt. Inzwischen wurde er jedoch im Zuge eines Wiederaufnahmeverfahrens freigesprochen.

Die Staatsanwaltschaft startete 2012 wieder Ermittlungen in dem Fall und lässt seitdem zahlreiche Hinweise prüfen. So wurde unter anderem in einem Anwesen in Lichtenberg sowie auf dem Friedhof gegraben - ohne Erfolg. Anfang Juni wird der Fall Peggy auch in der ZDF-Sondersendung «Aktenzeichen XY - Wo ist mein Kind» thematisiert.
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