Süddeutscher Meteor ist ein Ausnahme-Ereignis

Am Sonntag haben viele Menschen eine helle Erscheinung am Nachthimmel beobachtet. Dabei handele es sich wohl um einen Meteor, sagt Axel Quetz vom Max-Planck-Institut für Astronomie.

Was haben die Menschen in Süddeutschland beobachtet?

Quetz: Wahrscheinlich war es ein Meteor - also ein Gesteins- oder Metallbrocken, der in einer Höhe von 50 bis 100 Kilometern verglüht ist. Solche Objekte treffen mit hoher Geschwindigkeit auf die Atmosphäre, zwischen 11 und 70 Kilometern pro Sekunde, und werden dabei abgebremst. In Reaktion mit den Luftmolekülen entsteht der helle Schweif.

Kann ein solches Objekt auch einschlagen?

Quetz: Um so hell zu strahlen, muss der Brocken zwischen fußball- und kühlschrankgroß gewesen sein. Je größer das Objekt ist, umso wahrscheinlicher bleibt etwas übrig. Sollte der Meteor vom Sonntag den Boden erreicht haben, kann es aber Monate oder Jahre dauern, bis er gefunden wird. Die üblichen Sternschnuppen werden dagegen von Objekten verursacht, die gerade einmal die Größe eines Kirschkerns haben - sie erreichen den Boden nicht.

Wie häufig sind solche Ereignisse zu sehen?

Quetz: Wir wissen, dass weltweit im Mittel einmal im Monat ein solcher Brocken in der hohen Atmosphäre explodiert. Das heißt grob gesagt: Einmal jährlich pro Erdteil. Weil es aber häufig nachts wie tags bewölkt ist, sieht man den Meteor nur selten - zwischen solchen großen Erscheinungen liegen meist mehrere Jahre. (dpa)
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