Tadel für den Adel
Angemerkt

Die Entgleisungen von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis sind legendär. In einer Talkshow im Jahr 2001 machte sie aus ihrem Herzen keine Mördergrube. "Afrika hat Probleme nicht wegen fehlender Verhütung. Da sterben die Leute an Aids, weil sie zu viel schnackseln. Der Schwarze schnackselt gerne."

Dieses Statement hängt der 54-jährigen Regensburgerin bis heute nach. Die Empörung war schon damals groß. Heute ist es noch leichter, seinem Unmut Luft zu machen. Shitstorm heißt das jetzt, also massive Proteste im Internet.

Dieser Sturm der Entrüstung bläst jetzt Glorias Tochter Elisabeth ins Gesicht. Bei ihr scheint von der vermeintlich strengen katholischen Erziehung der Mutter nicht viel hängengeblieben zu sein. Von wegen Demut oder gar Nächstenliebe. Eine Obdachlose zu fotografieren und mit einem "witzigen" Kommentar ins Netz zu stellen, ist geschmacklos genug. Wenn dies mit der Gucci-Tasche unterm Arm und der Rolex-Uhr am Arm geschieht, ist es unverzeihlich.

frank.werner@derneuetag.de

Aus der Region WAA-Gedenkstätte Fall fürs Museum

Schwandorf. (nt/az) Kein Schild wird jemals markieren, wo sich einst das Hüttendorf oder das "Chaoten-Eck" in Wackersdorf befanden. Der Landkreis Schwandorf will am Rande des früheren WAA-Geländes keine Erinnerungen wachhalten. Stattdessen soll der gesamte Themenkomplex in Regensburg zur Geltung kommen. Das beschloss der Kreisausschuss und lehnte einen SPD-Antrag auf Einrichtung eines Erinnerungspfades ab. Das Gremium befürwortete die Aufnahme des Themas WAA - Gründe des Baus, verschiedene Seiten des Widerstands, Beendigung der Planungen und das "Wunder von Wackersdorf" - im neuen Geschichtsmuseum in Regensburg.
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