Taucher unterbrechen Bergung

Immer wieder landen auf dem Juanda-Airport im indonesischen Surabaya Transportmaschinen mit den sterblichen Überresten der Passagiere, die vor einer Woche beim Absturz eines Air-Asia-Airbus ums Leben gekommen sind. Bislang konnten die Hilfskräfte 34 Leichen bergen. Schiffsbesatzungen haben vor der Küste vor Borneo mehrere Wrackteile auf dem Meeresboden entdeckt. Im Rumpf des Flugzeugs werden noch viele Opfer vermutet. Bild: dpa

Hohe Wellen, Wind und schlechte Sicht - mit diesen Problemen kämpften die Rettungsteams auf der Suche nach dem Air-Asia-Flugzeugwrack und nach weiteren Opfern. Nur wenn das Wetter besser wird, haben sie eine Chance, die Vermissten zu finden.

Bei der Suche nach Opfern der abgestürzten Air-Asia-Passagiermaschine machen die Einsatzkräfte kaum Fortschritte: Am Sonntag erschwerten Schlamm und schlechte Sicht ihre Arbeit. Die Bergungskräfte stellten ihre Tauchgänge vorläufig ein. Für die Bergung der Leichen und die Identifizierung der Toten werden diese Verzögerungen zu einem immer größeren Problem.

34 Leichen geborgen

Insgesamt zogen die Helfer nach Angaben von Einsatzleiter Bambang Sulistyo mittlerweile 34 Leichen aus dem Wasser. Es wird vermutet, dass die meisten Toten noch im Rumpf der Maschine sind. Die Leichen werden sofort nach der Bergung ins indonesische Surabaya geflogen, wo Gerichtsmediziner rund um die Uhr an der Identifizierung arbeiten, erklärte Brigadegeneral Arthur Tampi von der indonesischen Polizei. "Die Leichen sind in einem Stadium der fortgeschrittenen Verwesung. Es ist unmöglich, Tote durch bloßes Ansehen zu identifizieren." Der Airbus A320 war am Sonntag vor einer Woche mit 162 Menschen an Bord von den Radarschirmen verschwunden. In der Region herrschte schlechtes Wetter.

Am Wochenende hatten die Rettungsteams am Meeresboden vor Borneo fünf größere Teile gefunden, die zu dem vermissten Flugzeug der Billigfluglinie Air Asia gehören sollen. "Heute haben wir zwei Taucher losgeschickt, um das größte Objekt zu erreichen, aber die Sicht am Meeresboden war null, und es war voller Schlamm", erklärte der Leiter der Suchaktion, Bambang Sulistyo. "Deshalb wurde der Einsatz abgebrochen." Statt der Taucher sollte ein ferngesteuertes U-Boot eingesetzt werden. Die Helfer hoffen, dass es sich bei den Wrackstücken um Teile des Rumpfes handelt. Dann gäbe es die Chance, weitere Opfer zu bergen.

Unwetter als Ursache

Der Flugschreiber des Airbus A320 ist noch immer nicht geborgen. Das staatliche meteorologische Amt hatte am Samstag mitgeteilt, nach den vorliegenden Daten habe vermutlich ein Unwetter die Katastrophe ausgelöst.
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