Tausende demonstrieren in Großstädten - UN kritisieren US-Justiz-Entscheidungen
Proteste gegen Polizeigewalt

In den USA sind erneut Tausende Menschen aus Protest gegen übermäßige Polizeigewalt auf die Straße gegangen. In New York gab es die zweite Nacht in Folge Proteste.

Größere Auseinandersetzungen mit der Polizei wurden nicht gemeldet. Allerdings gab es 30 Festnahmen. Zuvor waren 80 Menschen laut Medienberichten wegen Verkehrsbehinderung vorübergehend festgenommen worden. Auch aus der Hauptstadt Washington, aus Chicago, Boston, Baltimore, Atlanta und aus Seattle an der Westküste wurden Demonstrationen und Straßenblockaden gemeldet. Auslöser der Proteste waren Entscheidungen von Geschworenen in Ferguson (Missouri) und Cleveland (Ohio) gewesen, auf eine Anklage weißer Polizisten zu verzichten, die unbewaffnete Bürger erschossen hatten. Inzwischen haben sich auch die Vereinten Nationen zu Wort gemeldet. Die UN-Menschenrechtsexperten kritisierten die Entscheidungen, die zwei weißen Polizisten nicht vor Gericht zu stellen. Es sei besorgniserregend, dass Geschworene in beiden Fällen trotz offenkundiger Indizien gegen die Erhebung von Anklagen gestimmt hätten, hieß es.

Aus Arizona wurde derweil ein neuer Fall tödlicher Polizeigewalt bekannt. Dort war am Dienstag ein 34-Jähriger, der seine Hand nicht aus der Hostentasche nehmen wollte, nach einer Polizeikontrolle erschossen worden. Die Zeitung "Arizona Republic" berichtete online, der Polizist habe vermutet, dass der Mann eine Waffe habe, und zweimal geschossen. Tatsächlich hatte der 34-Jährige Schmerztabletten in der Tasche.
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