Technische Hochschule wächst weiter - vorletzter Stein im Campus-Mosaik soll bald fertig sein
Endspurt auf dem Campus

Baustelle Campus: Zwischen Bibliothek und Mensa (rechts) entsteht das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung. Im Sommer soll das neue Gebäude fertig sein. Bild: Steinbacher
Amberg. (upl) Die Ostbayerische Technische Hochschule wächst weiter: In wenigen Monaten soll das neue Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung fertig sein. Es stellt den vorletzten Stein im Campus-Mosaik dar.

Links die Bibliothek, rechts die Mensa und mittendrin das neue Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). "Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan", erklärte der Sprecher der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden, Dr. Wolfgang Weber, am Montag. Mit dem Gebäude verleiht die Hochschule jenem Forschungsbereich einen großen Schub, den Professor Markus Brautsch maßgeblich betreut.

Insgesamt 5,23 Millionen

Brautsch ist Experte für Kraft-Wärme-Kopplung. Er erforscht, wie der Nutzungsgrad von Kraftwerken verbessert werden kann, die nicht nur Strom, sondern gleichzeitig auch Wärme produzieren. Die KWK gilt als Schlüsseltechnologie bei der Bewältigung der Energiewende. Die Staatsregierung hat die Forschungsförderung auf diesem Gebiet zu einer von neun Sofortmaßnahmen erklärt. Ziel ist es, den Anteil der Stromerzeugung in KWK-Anlagen bis 2020 von derzeit rund 15 auf 25 Prozent zu steigern. Insgesamt hat der Freistaat bis 2016 rund 5,23 Millionen Euro für die KWK-Forschung in Amberg zugesagt. Das Gebäude allein schlägt mit 1,8 Millionen Euro zu Buche.

Der größte Brocken des Geldes ist bereits verbaut. Er ist in ein eingeschossiges Flachdachgebäude aus massivem Stahlbeton mit einer Nutzfläche von 267 Quadratmetern geflossen. Das Kompetenzzentrum bietet eine Halle für größere Apparate, mehrere Prüfkabinen und Büros.

Im September vergangenen Jahres legte OTH-Präsident Erich Bauer den Grundstein. Im Sommer sollen die Arbeiten im Großen und Ganzen abgeschlossen sein, damit der Betrieb pünktlich zum Beginn des Wintersemesters am 1. Oktober starten kann.

Wenn das Kompetenzzentrum fertig ist, fehlt zur vollständigen Nutzung des Campus nur noch die Instandsetzung des ehemaligen Kompaniebaus am Kaiser-Wilhelm-Ring, direkt gegenüber dem Malteser-Studentenheim. "Dieses Gebäude ist im nächsten Jahr an der Reihe", sagte Wolfgang Weber.

Platz für Partnerfirmen

Die städtische Gewerbebau GmbH lässt das letzte Relikt aus der Kasernen-Ära 2016 sanieren, um es dem Amberger Technologiecampus (ATC) zur Verfügung zu stellen. Der ATC braucht Büros für Unternehmen, die eng mit der Hochschule zusammenarbeiten. Für den Umbau sind rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Die Hälfte davon bezahlt der Freistaat aus dem Topf für die Nordbayerninitiative.
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