Tempolimit wegen Flüchtlingen
Kurz notiert

Passau.(dpa) Wegen der zahlreichen umherirrenden Flüchtlinge auf der Autobahn 3 in Niederbayern hat die Polizei ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern vorgeschlagen. Das Gefahrenpotenzial für die von Schleppern auf der Autobahn ausgesetzten Flüchtlinge sei groß, sagte ein Polizeisprecher am Freitag dem Bayerischen Rundfunk (BR) in Regensburg. Allein im Juli wurden den Angaben zufolge 1500 Flüchtlinge auf der A3 zwischen dem Grenzübergang Suben bei Passau und Straubing aufgegriffen. Um diese Menschen, aber auch andere Verkehrsteilnehmer zu schützen, regt das Polizeipräsidium eine Geschwindigkeitsbegrenzung ab der Grenze zu Österreich an. Vorstellbar wären zum Beispiel 80 Stundenkilometer, sagte ein Polizeisprecher dem BR.

Die Autobahndirektion Südbayern in München bestätigte, dass am Freitag eine Anfrage der Polizei eingegangen sei, um geeignete Maßnahmen an dem Streckenabschnitt in Niederbayern umzusetzen. In der kommenden Woche soll es dazu eine Besprechung im bayerischen Innenministeriums geben. "Es gibt immer wieder an den Autobahnen solche Tempolimits aus Sicherheitsgründen", sagte Sprecher Josef Seebacher.

Einrichtung voll: Zelte in München

München.(dpa) Wegen hoffnungsloser Überfüllung eines zentralen Ankunftszentrums für Flüchtlinge in München hat Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Donnerstagabend Alarm geschlagen. Die Regierung von Oberbayern hatte ihn darum gebeten. Daraufhin konnten Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und verschiedene Hilfsorganisationen in Marsch gesetzt werden, um für die Nacht Zelte aufzustellen. Rund 100 Helfer seien im Einsatz, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Sie begannen am späten Abend damit, Zelte für rund 300 Flüchtlinge aufzuschlagen.
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