Thüringens Regierungschefin verzichtet auf Kandidatur
Lieberknecht gibt auf

Christine Lieberknecht steigt am Freitag "nicht in die Arena des Löwen". Bundeskanzlerin Angela Merkel soll der Thüringer CDU abgeraten haben, einen Kandidaten gegen den Linken Bodo Ramelow zu benennen. Bild: dpa
Thüringens CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht tritt bei der Ministerpräsidentenwahl am Freitag nicht gegen den Linken Bodo Ramelow an. Sie mache auch den Platz an der CDU-Spitze frei, kündigte Lieberknecht am Dienstag in Erfurt an. "Ich trete nicht mehr als Parteivorsitzende an", sagte die 56 Jahre alte CDU-Politikerin.

Es blieb damit unklar, wen die CDU gegen Bodo Ramelow ins Rennen schickt. Rot-Rot-Grün hat im Erfurter Landtag eine knappe Mehrheit von 46 Stimmen. CDU und die AfD kommen zusammen auf 45 Stimmen. Ramelow wäre bundesweit der erste Ministerpräsident aus den Reihen der Linkspartei. Lieberknecht hatte Thüringen fünf Jahre lang regiert. Als Grund für ihren Verzicht nannte sie ihr Versprechen im Wahlkampf, nicht mit der rechtspopulistischen AfD zu kooperieren. Daran fühle sie sich gebunden. Nach der CDU-Entscheidung, in jedem Fall einen Herausforderer zu benennen, gab es in der Union Stimmen dafür, doch nicht anzutreten. Das Thüringer CDU-Präsidium wollte noch am Dienstagabend eine Entscheidung treffen. Im Gespräch war nur noch Fraktionschef Mike Mohring, der auch den Parteivorsitz anstrebt. Nach einem "Spiegel"-Bericht soll Merkel der Thüringer CDU abgeraten haben, einen eigenen Kandidaten aufzustellen, weil das nur die anderen zusammenschweiße.
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