THW-Helfer in der Hauptstadt Kathmandu gelandet: Dietmar Bleistein im vierköpfigen ...
Aus Nabburg zum Einsatz nach Nepal

Dietmar Bleistein ist für das THW eine Woche in Nepal im Einsatz. Bild: Archiv
Nabburg. (cv) Tsunami auf Sri Lanka, Erdbeben in Haiti, Hilfseinsätze in Chile, Japan, Bolivien. Nun Nepal, das in Trümmern liegende Dach der Welt. Wenn bei Katastrophen nach professioneller Hilfe gerufen wird, ist Dietmar Bleistein (49) seit 13 Jahren ein gefragter Mann. Der Leiter des THW-Ortsverbandes Nabburg - stets besonnen und überlegt - gehört zum vierköpfigen Erkundungsteam, das die Hauptzentrale des Technischen Hilfswerkes ins Erdbebengebiet schickte.

Am Sonntag schneller Abschied von der Familie, Flug von Frankfurt nach Neu-Delhi und von hier aus in Nepals Hauptstadt Kathmandu. Am Montagabend war noch völlig unklar, ob die Helfer hier landen konnten. Doch gestern bestätigte THW-Pressesprecher Henning Zanetti, dass sowohl das vierköpfige Voraus-Team als auch die SEEWA, die Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland, vor Ort sind.

Bleisteins Lebensgefährtin Heidi Eckl war schon in Kathmandu: "Das ist der kurioseste Flugplatz der Welt", erzählt sie und vergleicht ihn größenmäßig "mit Schmidgaden". Heidi Eckl wartete mit Sohn Max und Tochter Elena ebenso auf eine Nachricht wie Thomas Lipp, stellvertretender Leiter des Nabburger Ortsverbandes. Gestern morgen kam sie. Von der THW-Pressestelle in Bonn war zu erfahren, dass das Vorauskommando und die SEEWA-Gruppe zeitgleich eingetroffen sind. Das Erkundungsteam hat eine schwierige Aufgabe: Es muss Schwerpunkte setzen, entscheiden "wo was am nötigsten ist". Die vier Experten bauen Kontakte zu den Organisationen vor Ort und den internationalen Stellen auf, eruieren zusammen mit der SEEWA, wo eine Trinkwasseraufbereitung und -versorgung installiert werden kann. Mit zwei Aufbereitungsanlagen können stündlich bis zu 10 000 Liter Trinkwasser produziert werden. In Kathmandu stehen die THW-Spezialisten der deutschen Botschaft zur Seite. Architekt Dietmar Bleistein bringt seine Erfahrung in statischen Fragen mit ein: Tausende von Gebäuden sind zerstört. Die Zahl der Toten, die aus den Trümmern geborgen werden, ist über 4700 gestiegen.

In dieser Situation muss das THW-Team rationell erfassen, "welche Einheiten, welche Spezialisten, welche Personalstärken wo einzusetzen sind", so Henning Zanetti. Innenminister Thomas de Maizière würdigte übrigens nicht nur die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer: Sein Dank galt auch "den Arbeitgebern, die sie für diese wichtige Aufgabe freistellen".

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/nepal
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