Tirschenreuth: Region im Dilemma

In Tirschenreuth fürchtet Landrat Wolfgang Lippert, dass Badbesuchern die Decke auf den Kopf fällt. Bei Stahlstreben wurden Korrosionsschäden festgestellt. Die Tragfähigkeit ist gefährdet. Reparaturen sollen nun einen Weiterbetrieb für die nächsten Jahre gewährleisten. In diesem Winter bleibt das Bad aber definitiv geschlossen.

Das Debakel: Auch im 15 Kilometer entfernten Bärnau ist das Hallenbad dicht. Eigentlich sollte es im Herbst wieder eröffnen und Tirschenreuthern als Ausweichmöglichkeit dienen. Doch daraus wurde nichts. Zuletzt machte ein baubiologisches Gutachten Hoffnungen zunichte, man könne zumindest vorübergehend in diesem Winter den Betrieb wieder aufnehmen. Ein Förderverein hatte angeboten, ehrenamtlich eine dringend notwendige Fluchttür einzubauen. Der Baubiologe aber fand Schimmelpilze und Sporen in der Raumluft und auf Oberflächen, noch dazu PCB in der Holzschutzfarbe der Decke. Sanierungsbedarf herrscht auch energetisch: "Das Hallenbad ist eine Wärmevernichtungsanlage", fasste Bürgermeister Alfred Stier ein anderes Gutachten im Stadtrat zusammen. Für eine Generalsanierung wären wohl Millionen fällig. Für Bärnau hängt viel von möglichen Zuschüssen ab. (räd)
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