Todesanzeigen per E-Mail an Neonazi-Gegner
Spur nach Asien

Bei der Suche nach den Absendern von Todesdrohungen an Neonazi-Gegner im Großraum Nürnberg tappt die Polizei weiter im Dunkeln. Die Ermittlungen stünden ganz am Anfang, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Klar sei nur, dass die E-Mails von einem Computer-Server im asiatischen Raum abgesetzt wurden.

"Unsere Fachleute versuchen nun, über den Serverbetreiber Schritt für Schritt weiterzukommen", sagte der Sprecher. Solche Ermittlungen gestalteten sich aber schwierig. Bisher habe die Kripo auch noch nicht mit allen fünf Betroffenen sprechen können. Neben einem Journalisten des Bayerischen Rundfunks hatten ein Gewerkschaftssekretär, ein Mitarbeiter der SPD, ein Nürnberger Stadtratsmitglied der Linken und die Nürnberger Sozialwissenschaftlerin Birgit Mair per E-Mail am vergangenen Freitag eine fingierte, individuell gestaltete Todesanzeige erhalten. Einige von ihnen stellten Strafantrag. Bereits am Wochenende hatten alle fünf Betroffenen erklärt, dass sie sich von der Todesdrohung nicht einschüchtern ließen.
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