Todesschütze von Ferguson verlässt Polizeibehörde
Dienst quittiert

Vier Monate nach den Todesschüssen auf den unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Michael Brown hat der Polizist Darren Wilson den Dienst in der US-Stadt Ferguson quittiert. Dies gelte mit sofortiger Wirkung, erklärte Wilsons Anwalt Neil Bruntrager dem TV-Sender CNN.

Der Polizist hatte Brown am 9. August nach eigenen Angaben in Notwehr erschossen - und damit schwere Unruhen ausgelöst. Seither war er beurlaubt. Zugleich reißt die Debatte nicht ab, ob es sich bei den tödlichen Schüssen tatsächlich um Notwehr handelte. Erst am vergangenen Montag hatte eine Geschworenenjury entschieden, dass keine Anklage gegen den weißen Polizisten erhoben wird - worauf erneut Unruhen in der Kleinstadt ausbrachen. Auch in zahlreichen anderen Städten der USA kam es zu Protesten.

Ihm sei mitgeteilt worden, dass sein Verbleib im Dienst die Bewohner Fergusons und seine Kollegen in Gefahr bringen könnte, zitierte CNN aus einer Erklärung Wilsons. Dies könne er nicht verantworten. Allerdings war sein Ausscheiden aus dem Dienst seit langem erwartet worden.
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