Tradition bleibt lebendig: Von Freitag bis Montag ist zur Wiesenkirchweih eingeladen
Allersburger Wiesn lockt am Wochenende

Was den Münchnern die Wiesn bedeutet, das bieten die Allersburger schon seit dem Jahr 1576 an: Seit über 438 Jahren gibt es nämlich die Allersburger Wiesenkirchweih, das Münchner Oktoberfest wird erst seit 1810 abgehalten. Viele Wiesenbesucher bei bestem Wetter wünschen sich die Allersburger Kirchweihpaare und die Dorfgemeinschaft am kommenden Wochenende im Lauterachtal.

Vom Freitag, 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit), bis zum Montag, 6. Oktober, lädt heuer die Dorfgemeinschaft Allersburg zum Mitfeiern des Patroziniumsfestes ein. Bereits am Freitag ist ab 20 Uhr zu einem Weinfest, gestaltet von den Kirchweihpaaren, ins Festzelt eingeladen.

Flohmarkt am Samstag

Am Samstag, 4. Oktober wird dann um 14 Uhr der Kirchweihbaum aufgestellt. Der Elternbeirat der Lauterachtal Grundschule veranstaltet bei der Wiesenkirwa am Samstag, 4. Oktober von 13 bis 16 Uhr seinen Flohmarkt. Aufbau für die Verkäufer ist ab 12 Uhr. Die Standgebühr für einen Tisch und eine Bank beträgt fünf Euro. Die Tischvergabe läuft über Ingrid Weigert, Telefon (09626) 92 98 55. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Ab 20 Uhr spielen dann die "Ochsen" im beheizten Bierzelt.

Am Sonntag, 5. Oktober, um 8.45 Uhr ist Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael und später gibt es Mittagstisch im Zelt. Am Nachmittag ist großer Zelt- und Wiesenbetrieb mit "Budenzauber", Autoscooter, Kinderkarussell, Schiffschaukel, Losbuden und vielen anderen Fieranten. Um 14 Uhr tanzen die Kirchweihpaare den Baum aus und ab 15 Uhr unterhält die Trachtenkapelle Hohenburg die Kirwagäste.

Am Kirchweihmontag, 6. Oktober, ist ab 15 Uhr auf der Kirwawiese zum Kindernachmittag mit Bewirtung im Festzelt eingeladen. Zum Kirwaausklang spielt ab 20 Uhr die Gruppe "Ö-HA"im beheizten Festzelt auf.

Hintergrund zur Kirchweih

"St. Michael bringt in Allersburg die Wiesenkirchweih mit", sagt eine Redewendung der Allersburger. Das Patroziniumsfest zu Ehren des Heiligen Michael in Allersburg gehört wohl zu den ältesten schriftlich überlieferten Kirchweihfesten in der Region. Damit schließt sich langsam der Kirchweihreigen in der Region. Nur die Allerweltskirchweih steht dann in wenigen Wochen noch im Kirwakalender.

Die Ursprünge der Allersburger Wiesenkirchweih reichen bis ins Jahr 1576 zurück - in eine Zeit, als der bischöfliche Pfleger aus dem benachbarten Hohenburg und der Vertreter der Herrschaft der Pfalzgrafen von Neuburg/ Donau aus Lutzmannstein zur Allersburger Wiesenkirchweih angerückt kamen, um das Recht des Kirchweihfriedens auszuüben. Es wäre damals fast zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien gekommen, denn jede Abordnung wollte das Standgeld der Fieranten und Standlbetreiber als Zubrot in ihrer Kasse haben.

Die Pfarrkirche St. Michael, eine ehemalige Wehrkirche, konnte bereits 1999 ihr 1150-jähriges Bestehen feiern. Auch heute noch, 63 Jahre nach der West-Erweiterung des Truppenübungsplatzes, hat die Wiesenkirchweih ihre Tradition und Anziehungskraft auf die ehemaligen Bewohner des Truppenübungsplatzes behalten.

Die Ortschaften wie Pielenhofen, Griffenwang, Stetten, Lutzmannstein Kittensee und Deinfeld sind den Allersburgern immer noch geläufig. Viele Wiesenbesucher kommen bis weit aus dem Landkreis Neumarkt.
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