Türkei erklärt Islamischem Staat den Krieg

Die türkische Luftwaffe beteiligt sich ab sofort an den Luftangriffen der US-geführten internationalen Koalition gegen die Terrororganisation Islamischer Staat. "Einheiten der Luftwaffe der Türkei werden mit dem gleichen Ziel in diesen Operationen beauftragt werden", teilte das türkische Außenministerium am Freitag mit. Der IS sei "die Hauptbedrohung der nationalen Sicherheit der Türkei". Die Dimension dieser Bedrohung wachse ständig. Auslöser der Eskalation war der nach türkischen Angaben vom Islamischen Staat verübte Bombenanschlag im südtürkischen Suruc am Montag mit 32 Toten.

In der Nacht zuvor bombardierten türkische Kampfjets erstmals Stellungen des IS in Syrien. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben dabei neun IS-Kämpfer. Zudem gab Ankara dem Drängen Washingtons nach und will nun die Nutzung des Nato-Luftwaffenstützpunktes Incirlik in der Südtürkei für amerikanische Kampfeinsätze gegen den IS erlauben. Präsident Recep Tayyip Erdogan bestätigte am Freitag die Kehrtwende. Auf die Frage, ob eine solche Erlaubnis erteilt worden sei, antwortete er laut Nachrichtenagentur DHA: "In einem gewissen Rahmen." Damit könnten die USA künftig die Hochburgen des IS im Norden Syriens wesentlich schneller und effektiver angreifen. (Kommentar und Seite 8)
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