TV-Doku zeigt plaudernde Beate Zschäpe

Beate Zschäpe nähert sich ihrer Wohnungstür, begleitet von einem ihrer beiden mutmaßlichen Komplizen. Ihr Partner schließt auf und tritt ein. Zschäpe folgt ihm, eine Stofftasche über der Schulter. Dabei redet sie pausenlos, ganz anders als im Münchener NSU-Prozess, wo sie konsequent schweigt. Die Aufnahme stammt von einer Überwachungskamera, die das NSU-Trio in seiner Zwickauer Fluchtwohnung installiert hatte. Zu sehen ist sie in einer TV-Doku, die das ZDF auf seinem Digitalkanal ZDFinfo an diesem Mittwoch ausstrahlt.

Zschäpe, so die These von Filmautor Rainer Fromm, war die "fürsorgliche Mutter" des mutmaßlichen Terrortrios. Ohne sie hätte es nach Fromms Auffassung die Serie von neun rassistisch motivierten Morden und die bis heute rätselhafte Tötung der Polizistin Michèle Kiesewetter nicht geben können. Zschäpe habe die Dreier-Gemeinschaft des NSU nicht zuletzt durch "wechselnde Liebesbeziehungen" und eine "Ménage à trois" begründet, wie der Psychologe Ulrich Sollmann analysiert.
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