Über 80 Menschen sterben nach verhängnisvoller Explosion in indischem Restaurant
Kochgas führt in die Katastrophe

Bei einer Gasexplosion in Indien sind mindestens 83 Menschen getötet und 150 weitere verletzt worden. Das teilte die Polizei am Samstag mit. Das Unglück habe sich in einem gut besuchten Restaurant im zentralindischen Staat Madja Pradesh ereignet, wo vier Behälter mit Kochgas explodiert seien.

An der Explosion hätten sich daraufhin im Nachbargebäude gelagerte Sprenggelatine-Stäbe entzündet, die im Bergbau verwendet würden. Das zweistöckige Gebäude in der Stadt Petlawad sei unter dem Druck der Detonationen eingestürzt. Auch drei benachbarte Gebäude wurden zerstört.

"Bei der Explosion wurden Menschen wie Kieselsteine in die Luft geworfen", sagte ein Augenzeuge der Tageszeitung "Hindustan Times". "Das waren riesige Explosionen. Keiner in einem Umkreis von 500 Fuß (150 Meter) hätte die Detonation überleben können", sagte Aruna Gupta von der Distriktbehörde. "Viele der Verletzten starben auf dem Weg ins Krankenhaus", berichtete die Polizei.

Die Zahl der Toten sei besonders hoch, weil sich das Restaurant in der Nähe einer Bushaltestelle befunden habe, an der viele Menschen warteten. Zudem seien Schaulustige nach den ersten Explosionen zum Unglücksort geeilt. Wegen der vielen ernsthaften Verletzungen rechnet die Polizei mit weiteren Todesfällen.

Rettungsteams und freiwillige Helfer versuchten, die Opfer mit bloßen Händen aus den Trümmern zu retten.
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