Überdachung für Bushaltestelle am Luitpoldplatz - Interview mit Stadtbaumeisterin
Niemand steht hier im Regen

Die massive anthrazitfarbene Stahlkonstruktion ist der Überdachung zum Tiefgaragenabgang angeglichen. Bild: Royer
Sulzbach-Rosenberg. (oy) Die Beeinträchtigungen für die wartenden Busfahrgäste sind seit langem bekannt. Am Luitpoldplatz mussten sie seit Jahren unter freiem Himmel stehen, auch die kleine Überdachung beim Tiefgaragenabgang half da nicht viel. Jetzt sorgt die Stadt für eine deutliche Verbesserung.

Der Wunsch nach einer überdachten Bushaltestelle am zentralen Terminal an der Südseite der Pfarrkirche St. Marien war wiederholt im Stadtrat vorgetragen worden. Im Gespräch mit unserer Redaktion erläutert Stadtbaumeisterin Petra Schöllhorn die aktuelle Baumaßnahme.

Frage: Weshalb entschloss sich die Stadt zur Neugestaltung der Bushaltestelle am Luitpoldplatz?

Schöllhorn: Die Situation für die Menschen, die auf Busse angewiesen sind, war ohne Überdachung sehr nachteilig. Bei schlechter Witterung waren die Wartenden fast ungeschützt - das sollte geändert werden.

Vor einiger Zeit begannen die Arbeiten für die Fundamente. Jetzt ist die Stahlkonstruktion bereits zu erkennen. Was entsteht konkret?

Schöllhorn: Um die Situation für die Fahrgäste deutlich zu verbessern, wird eine neun Meter lange und circa 2,50 tiefe Bushaltestellenüberdachung aufgebaut.

Können Sie uns einige Details zur Konstruktion nennen. Fällt sie ähnlich zum Tiefgaragenabgang aus?

Schöllhorn; Ja, es handelt sich um eine anthrazitfarbene Stahlkonstruktion, die der benachbarten Überdachung zur Tiefgaragen-Treppe angeglichen ist. Als Eindeckung wird weiß satiniertes Glas verwendet. Die Seiten und Rückwände bestehen aus einem mit Stadt-Lilien ausgestanztem Stahlblech.

Welches "Mobilar" ist vorgesehen?

Natürlich gehören auch Bänke, Papierkörbe und Schaukästen zur späteren Ausstattung. Die Leute sollen sich wohlfühlen. Dazu trägt mit Sicherheit auch die neue elektronische Fahrgastanzeige bei, die im Oktober auf Initiative des ZNAS installiert wurde.

Wie wird die neue Haltestellenüberdachung finanziert?

Schöllhorn: Die Gesamtkosten sind mit 75 000 Euro veranschlagt. Aus dem Fördertopf "Städtebaulicher Denkmalschutz" werden 24 000 Euro an Zuschuss gewährt. Da der Bau der Überdachung auch zu einer erheblichen Verbesserung der Verkehrsverhältnisse beiträgt, fließen für die Stadt voraussichtlich noch 15 000 Euro nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungs- und nach dem ÖPNV-Gesetz.

Kamen bei der Ausführung einheimische Firmen zum Zug?

Ja, die Fundamente übernahm Gnan und Köper, die Stahlkonstruktion stellte ATW aus Edelsfeld auf. Für die Planung zeichnen Architekt Martin Kunert, für die Statik das FHS-Ingenieurbüro verantwortlich.
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