Übers Dach zum Brandherd

"Explosion in einem Handwerksbetrieb, verletzte Personen im Gebäude eingeschlossen." Dieser Situation sahen sich die Feuerwehren zusammen mit Kräften vom Technischen Hilfswerk Amberg gegenüber. Gottlob war es nur eine Übung.

Schwerpunkte der Übung beim Zweiradgeschäft Berghammer in Witzlhof, bei der die Wehren aus Ammersricht und Traßlberg unter sehr realistischen Bedingungen gefordert waren, stellten die Personenrettung und Erstversorgung dar. Hier waren besonders Feuerwehrleute mit Sanitätsausbildung gefordert. Die zuerst eingetroffenen Kräfte erkundeten die Gefahrenlage. Mehrere Trupps drangen unter schwerem Atemschutz zur Personenrettung und Brandbekämpfung über Dach und Treppenhaus in das dreistöckige Gebäude vor. Das THW war mit seiner ersten und zweiten Bergungsgruppe samt Zusatzausstattung für die Beleuchtung sowie mit dem Zugtrupp im Einsatz. Während das eine Team den Auftrag hatte, die Einsatzstelle auszuleuchten und bei der Verkehrsregelung auf der Straße zu unterstützen, war die zweite Gruppe bei der Menschenrettung gefordert.

Die Atemschutzgeräteträger brachten mehrere Personen mit Hilfe von Steckleitern aus dem verrauchten Haus. Weitere Opfer - Menschen sowie Puppen zur Simulation - mussten über ein enges Treppenhaus in Sicherheit gebracht werden. Des Weiteren galt es für die Einsatzkräfte, ein Ausbreiten des Feuers auf die eng bebaute Wohnsiedlung zu verhindern.

Bei der Abschlussbesprechung bedankten sich die Führungskräfte von Feuerwehr und THW bei den rund 60 Mitwirkenden sowie bei Hans Prem, der das Gebäude für die Übung zur Verfügung gestellt hatte. "Das war eine gelungene und realistische Einsatzübung über Gemeinde- und Verbandsgrenzen hinweg, die den Bürgern die Leistungsfähigkeit und Kompetenz der ehrenamtlichen Helfer vor Augen führte", lautete das Fazit des Traßlberger Kommandanten Günther Pirkl. Dem pflichteten auch Einsatzleiter Richard Schön, Sanitätsgruppenleiter Andreas Reindl und 2. Kommandant Christian Karl (FFW Ammersricht) bei. Notarzt Dr. Stefan Schmid (Klinikum Amberg) zeigte sich zufrieden mit dem Ausbildungsstand der Sanitätsgruppe.
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