Übung deckt Wassermangel auf

Sirenen heulen, die Feuerwehr fährt mit Vollgas und Blaulicht. Kein Grund zur Beunruhigung: Was manchen Bürger besorgt aufhorchen ließ, war diesmal nur eine Übung. Allerdings keine ganz gewöhnliche, denn sie vereinte die Aktiven aus Pittersberg, Ebermannsdorf, Wolfring und Diebis.

Die Integrierte Leitstelle in Amberg, zuständig für die Landkreise Amberg-Sulzbach sowie Schwandorf und die Stadt Amberg, hatte die Wehren nach Pittersberg beordert - zu einer Übung als Beitrag zur Brandschutzwoche. Die Alarmmeldung lautete: "Feuer im Nebengebäude der Zimmerei Stefan Helldörfer am Hochweg 1 in Pittersberg. Ein Vermisster im Gebäude und Gefahr des Übergreifens der Flammen auf die gesamte Hofstelle."

Reicht der Hydrant?

Der Pittersberger Kommandant Hubert Huger leitete den Einsatz, der zeigte, dass die Zusammenarbeit sehr gut funktionierte. Dabei wurde auch gleich ausprobiert, ob der einzige Unterflurhydrant (mit nur etwa vier Bar Wasserdruck) am Hochweg im Notfall ausreicht.

Ergebnis: Nein, ein Hydrant reicht nicht. Huger und seine Einsatzkräfte hatten dies aber schon im Vorfeld vermutet und schafften deshalb zusätzliches Löschwasser heran. Dazu verlegten die auswärtigen Wehren unter Regie des 2. Kommandanten Thomas Fasoldt von einem rund einen Kilometer entfernten Fischweiher in der Senke am Auerweg eine zusätzliche B-Schlauchleitung. Sie lieferte rund 800 Liter Wasser pro Minute.

Diese Versorgung stand nach anfänglichen Schwierigkeiten und einer Aufbauzeit von rund 30 Minuten, funktionierte und lieferte so reichlich Löschwasser. Derweil hatten Atemschutzbeauftragter Mathias Wirth und seine Männer (drei Trupps - je zwei Mann von den Wehren Wolfring, Ebermannsdorf und Pittersberg) im inszeniert brennenden und total verrauchten Gebäude einen Vermissten gefunden und erstversorgt.

Am Ende war Hubert Huger als Gesamtverantwortlicher bei der Übungsbesprechung und einer Brotzeit im Pittersberger Feuerwehrhaus sehr zufrieden - nicht zuletzt mit der guten Zusammenarbeit der vier Wehren. Etwaige Mängel, sei es beim Digitalfunk, bei den Pumpen oder auch den Schläuchen und damit den Druckschwankungen, könnten durch solche Übungen entdeckt und dann behoben werden, damit sie im Ernstfall, wenn die Zeit drängt, nicht auftauchen.

Lob vom Bürgermeister

2. Bürgermeister Michael Götz nutzte die Gelegenheit, um den Wehren auch im Namen von Kreisbrandinspektor Hubert Blödt für ihr Engagement das ganze Jahr über zu danken.
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