Ukraine-Krise: Kanzlerin fordert diplomatische Lösung
Merkel ruft Putin zum Einlenken auf

Am Grabmal des Unbekannten Soldaten im Alexandergarten in Moskau legten Wladimir Putin und Angela Merkel Kränze nieder. Bild: dpa
Kanzlerin Angela Merkel hat beim Weltkriegs-Gedenken in Moskau von Kremlchef Wladimir Putin ein stärkeres Einlenken in der Ukraine-Krise gefordert. Die Annexion der Krim, die Merkel "verbrecherisch und völkerrechtswidrig" nannte, sowie die Gewalt in der Ostukraine seien eine Gefährdung der europäischen Friedensordnung, mahnte sie. Dennoch müssten Berlin und Moskau alles daran setzen, Konflikte auf diplomatischem Weg zu lösen. Putin forderte einen direkten Dialog der Konfliktparteien und prangerte einen "verfassungswidrigen Sturz der Regierung in der Ukraine" durch die heutige Führung in Kiew an. Er sprach von den "Problemen", die die Krise ausgelöst hätten. Zugleich würdigte er Merkels Besuch und bezeichnete Deutschland als "Partner und Freund". Zuvor hatten Merkel und Putin am Grabmal des Unbekannten Soldaten anlässlich des 70. Jahrestages des Siegs der Sowjetunion über Nazi-Deutschland Kränze niedergelegt. (Seite 2)
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