Um 8 Uhr müssen Wohnungen und Häuser im Evakuierungsbereich verlassen sein
Bombenentschärfung am Sonntag

Bild: hfz
Regensburg. Am Sonntag, 1. November 2015, beginnt die Entschärfung der aufgefundene Bombe aus dem 2. Weltkrieg an der Dornierstraße. Um 8 Uhr müssen alle Wohnungen und Häuser im Evakuierungsbereich verlassen sein. Die Polizei wird vor Beginn der Entschärfung kontrollieren, ob der Aufforderung auch Folge geleistet wurde. Bei einem guten Verlauf der Entschärfung rechnet die Stadt Regensburg mit einer Rückkehrmöglichkeit für die Anwohner ab dem späten Nachmittag.

Aktuell wird über die örtlichen Radiosender und via Internet über den Fortgang der Entschärfung und das Ende der Evakuierung informiert. Darauf hat sich der Krisenstab unter der Leitung von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs in seiner Sitzung am Mittwoch verständigt.

Notquartiere in Sporthallen

Wer die Möglichkeit hat, so die städtische Empfehlung, der sollte den Tag bei Freunden oder Verwandten verbringen. Für all diejenigen, die für diese Zeit keine Unterkunft gefunden haben, stellt die Stadt Regensburg Notquartiere in den Sporthallen der Grundschule Königswiesen, des Werner-von-Siemens-Gymnasiums, des Von-Müller-Gymnasiums und der städtischen Berufsschule II in der Alfons-Auer-Straße zur Verfügung.

Busse der Regensburger Verkehrsbetriebe werden ab 7.30 Uhr an vier Sammelpunkten warten und die betroffenen Anwohner zu den Notunterkünften bringen. Dort übernehmen Rettungsdienste die Versorgung. Nach Abschluss der Evakuierung ist auch der Rücktransport gewährleistet.

Pflegebedürftige Personen oder Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf können sich beim Bürgertelefon der Stadt Regensburg unter der Telefonnummer 507-2326 (täglich von 8 bis 18 Uhr) melden, um abgeholt oder fachlich betreut zu werden.

Zufahrtsstraßen und Autobahn gesperrt

Die Zufahrtsstraßen zum Evakuierungsgebiet werden ab 8 Uhr gesperrt. Die Zufahrt für Rettungsdienste und das für die Evakuierung der Klinik der Barmherzigen Brüder benötigte Krankenhauspersonal bleibt gewährleistet. Nach Abschluss der Evakuierung wird auch die Autobahn 93 für den Verkehr gesperrt. Freie Fahrt herrscht dann ausschließlich für die Rettungskräfte bis zur Entschärfung der Bombe.

Auch wenn das Umspannwerk, das sich im Evakuierungsbereich befindet, aus Sicherheitsgründen abgeschaltet wird, soll die Versorgung mit Strom, Wasser und Gas im gesamten Zeitraum gewährleistet bleiben. Rettungsdienste und Polizei haben ihre Kapazitäten aufgestockt und werden nach Bedarf von auswärtigen Kräften unterstützt. Ebenfalls gesichert sei die Versorgung der Patienten des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder. Sie werden im Evakuierungszeitraum in anderen Kliniken betreut. Die Notfallversorgung von Patienten ist im Uniklinikum und im Caritas-Krankenhaus St. Josef sichergestellt, betont die Stadtverwaltung.



OB Joachim Wolbergs wandte sich in einer via Internat abrufbahren Videobotschaft an die Bürger. Er appelliert an die betroffenen Anwohner: „Der Schutz der Bürger hat für uns erste Priorität. Deshalb hoffe ich auf das Verständnis all derer, die von diesen Evakuierungsmaßnahmen betroffen sind. Alle Beteiligten werden das in ihrer Macht stehende tun, um die gesamte Aktion so sicher wie möglich ablaufen zu lassen. Wer sein Haus oder seine Wohnung verlassen muss, wird von uns noch genau informiert. Eines steht aber bereits jetzt fest: Niemand muss besondere Vorsorgemaßnahmen treffen. Es reicht, die Haustür abzusperren. Verhalten Sie sich so, als würden Sie zu einem Tagesausflug aufbrechen.“
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