Um Zirkus streiten

Um Zirkus streiten Nürnberg ist sogar in der Zirkuswelt eine tierisch gute Adresse. 21 Firmen haben sich heuer beworben, um am Volksfestplatz die Zelte aufschlagen zu können. "Es kommt vor, dass uns Geschenke oder Einladungen angeboten werden, die wir natürlich strikt ablehnen", berichtet Antje-Meike Halbig vom Liegenschaftsamt. Solche Offerten wirken sich sogar eher negativ aus. Entscheidend für den Zuschlag sind bisherige Erfahrungen. Bei einem Zirkus ist man auf den Kosten sitzen geblieben u
Nürnberg ist sogar in der Zirkuswelt eine tierisch gute Adresse. 21 Firmen haben sich heuer beworben, um am Volksfestplatz die Zelte aufschlagen zu können. "Es kommt vor, dass uns Geschenke oder Einladungen angeboten werden, die wir natürlich strikt ablehnen", berichtet Antje-Meike Halbig vom Liegenschaftsamt. Solche Offerten wirken sich sogar eher negativ aus. Entscheidend für den Zuschlag sind bisherige Erfahrungen. Bei einem Zirkus ist man auf den Kosten sitzen geblieben und die Miete wurde nicht gezahlt. Wer denn nun seine Show zeigen darf? Nur zwei: Der Circus Probst aus Neustadt an der Weinstraße und der Zirkus "Flic Flac". Zwischen Letzterem und Nürnberg gebe es mittlerweile "eine innige Beziehung". (gük)

An Gräbern ruhen

Kurz ausruhen, wo andere für ewig schlummern. Auf Nürnbergs Friedhöfen werden 500 neue Sitzbänke aufgestellt. Warum? Weil in der Frankenmetropole Grünflächen rar sind. Immer mehr Menschen suchen auf den 21 städtischen Begräbnisstätten nach Erholung, die zusammen immerhin 1,5 Hektar groß sind. Viele der dortigen Sitzplätze sind so marode, dass sie nach hinten kippen, sobald man sich entspannt zurücklehnt, erklärt Günther Gebhardt , Leiter der Friedhofsverwaltung. Natürlich sind die Bänke nicht billig. Gerechnet wird mit 600 000 Euro - inklusive Installation. Finanziert werden sie durch "Zahngold-Erlöse". Also durch Einnahmen, die die Friedhofsverwaltung beim Verkauf der Edelmetalle erlöst, die bei der Einäscherung anfallen. (gük)

Bei Betten steuern

Nach fünf Jahren Probezeit steht für Wirtschaftsreferent Michael Fraas fest: "Unser Tourismusfonds ist ein Erfolgsmodell." Mit dem Geld von Hotellerie und Gastronomie wird kräftig für die Stadt geworben. Und es lohnt sich: Seit der Einführung ist die Übernachtungszahl in Nürnberg um 17 Prozent gestiegen - 2014 auf 2,824 Millionen Übernachtungen. Laut aktueller Studie liegt der jährliche Bruttoumsatz durch Gäste bei 1,6 Milliarden Euro im Jahr. Jeder Übernachtungsgast gibt also täglich durchschnittlich 200 Euro aus. "Eine Bettensteuer kam für uns nie in Frage", betont Fraas. Kein Wunder: In anderen Städten klagten bereits einige Hotelbetriebe dagegen - und das erfolgreich! (gük)
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