und Endspurt
Startschuss

Startschuss und Endspurt Über die Andeutung Horst Seehofers , vielleicht doch über 2018 hinaus Ministerpräsident und CSU-Chef bleiben zu wollen, werden schon die ersten Späßchen gemacht. Getraut hat sich Innenminister Joachim Herrmann . Als der gemeinsam mit dem ebenfalls zur CSU-Führungsreserve zählenden Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zum Spatenstich für die Neufahrner Kurve schritt, die in vier Jahren fertig sein soll, witzelte er, "wir stellen hier die Weiche
Über die Andeutung Horst Seehofers , vielleicht doch über 2018 hinaus Ministerpräsident und CSU-Chef bleiben zu wollen, werden schon die ersten Späßchen gemacht. Getraut hat sich Innenminister Joachim Herrmann . Als der gemeinsam mit dem ebenfalls zur CSU-Führungsreserve zählenden Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zum Spatenstich für die Neufahrner Kurve schritt, die in vier Jahren fertig sein soll, witzelte er, "wir stellen hier die Weichen für 2018". Der Doppeldeutigkeit des Satzes bewusst fügte Herrmann grinsend an, diese Aussage beziehe sich natürlich nur auf die Schieneninfrastruktur. "Alles andere liegt uns fern!" (jum)

Kritik und dünnes Fell

Mit dieser Frotzelei ist Joachim Herrmann durchaus ins Risiko gegangen, denn Spaß auf seine Kosten versteht Horst Seehofer derzeit gar nicht. Als kürzlich Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause zur Politik der Staatsregierung sagte, der Fisch stinke ja wohl vom Kopf her, beklagte sich Seehofer über das rapide gesunkene Debattenniveau im Landtag. Jetzt erwischte es SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen , obwohl sie ein anderes altes Sprichwort sogar entschärft hatte. Dass Seehofer die Energiewende jetzt ganz allein seiner Fachministerin Ilse Aigner überlasse, erwecke den Eindruck, als ob "die Nagetiere das sinkende Schiff verlassen". Seehofers Klage darüber rief noch einmal Bause auf den Plan. Wenn etwas rapide abgesunken sei, dann doch wohl Seehofers Kritikfähigkeit. (jum)

Schwarz und Rot

Während Seehofer an der Opposition verzweifelt, schmettert sein Vorgänger Günther Beckstein Hand in Hand mit führenden Sozialdemokraten deren Hymne "Brüder zur Sonne zur Freiheit". Geschehen auf einer Gedenkveranstaltung für den früheren SPD-Fraktionschef Karl-Heinz Hiersemann , der heuer 70 geworden wäre. Die beiden fränkischen Juristen Beckstein und Hiersemann hatte über die Parteigrenzen hinweg eine enge Freundschaft verbunden. "Wir hatten eine besondere, einmalige Beziehung", sagte Beckstein in seiner Festrede, in der es dann viel um Respekt und Vertrauen ging. Und genau deswegen sang Beckstein die Hymne mit - dieses eine Mal. (jum)
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