Unesco-Bericht: Fast 100 Millionen Kinder weltweit ohne Grundschulabschluss
Von wegen "Bildung für alle"

Weltweit knapp 100 Millionen Kinder, die meisten in ärmeren oder krisengeschüttelten Ländern, haben auch 15 Jahre nach Beginn des Unesco-Programms "Bildung für alle" nicht einmal Chancen auf einen Grundschulabschluss. Betroffen von dieser Bildungsmisere sei in den Problemländern jedes sechste Kind, heißt es in dem am Donnerstag in Neu-Delhi und Paris vorgestellten Bericht der UN-Organisation. Nur in etwa der Hälfte der Länder weltweit gebe es überhaupt flächendeckende Grundschulangebote für alle Kinder. Demnach habe nur ein Drittel der Länder die im Jahr 2000 in Dakar beschlossenen Ziele einer messbaren "Bildung für alle" erreicht, teilte die Unesco mit. Zusätzlich seien gut 20 Milliarden Euro jährlich notwendig, um die Bildungsziele bis 2030 zu erreichen. Dennoch habe die Welt Fortschritte gemacht, erklärte Unesco-Chefin Irina Bokowa. So seien Millionen Kinder mehr in der Schule als Trends der 1990er Jahre annehmen ließen. Aber immer noch 58 Millionen Kinder gingen nach Zahlen aus dem Jahr 2012 gar nicht zur Schule.
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