Unfallflucht des Vorsitzenden des Verkehrsausschusses
Führerschein weg

Martin Burkert. Bild: hfz
Der Nürnberger Bundestagsabgeordnete Martin Burkert hat einen Strafbefehl wegen Unfallflucht akzeptiert. Ein Sprecher des SPD-Politikers bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte. Burkert, der seit 2014 Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Bundestages ist, muss für zwei Monate seinen Führerschein abgeben und 2400 Euro Strafe zahlen.

Gegen den 50-Jährigen wurde wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Seine Immunität als Abgeordneter wurde aufgehoben. Der Unfall ereignete sich im Mai 2014 auf der Auffahrt der A 6 bei Ansbach in Mittelfranken. Burkert streifte mit seinem Wagen ein anderes Auto, hielt danach aber nicht sofort an. Erst eine Stunde danach ging er in Nürnberg zur Polizei. Die Staatsanwaltschaft wertete dieses Verhalten als Unfallflucht und beantragte Strafbefehl. Mit einer Geldstrafe von 2400 Euro liegt das Strafmaß im unteren Bereich.

Nach Bekanntwerden der Ermittlungen sagte Burkert: "Heute weiß ich, das Beste ist: Anhalten, Handy nehmen, Polizei holen." Er habe nach der Kollision noch versucht, den anderen Unfallbeteiligten zu finden. Bei der Polizei habe er Anzeige erstattet, weil er sich als Geschädigter gesehen habe.
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