Unfallserie bei Luhe-Wildenau
Blitzeis auf der Autobahn

Symbolbild: dpa
Luhe-Wildenau. Blitzeis auf der Autobahn 93 war heute der Grund für einen folgenschweren Verkehrsunfall. Ein 49-jähriger fuhr mit seinem Auto Richtung Weiden. Kurz vor der Anschlussstelle Luhe-Wildenau kam er aufgrund einsetzenden Blitzeises mit seinem Auto nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Der stark beschädigte Pkw blieb schließlich in der Ausfahrt stehen. Der Fahrer blieb unverletzt, der Sicherheitsgurt hatte Schlimmeres verhindert.

Wie die Polizei weiter meldet, konnte der nachfolgende 24-jährige Fahrer eines Kleintransporters rechtzeitig abbremsen, ein dahinter fahrender 43-Jähriger rutschte auf der eisglatten Fahrbahn mit seinem Fahrzeug jedoch in den Kleintransporter. Auch ein 33-jähriger Autofahrer konnte mit seinem Pkw nicht mehr ausweichen, schleuderte zwischen den beiden Fahrzeugen hindurch und prallte gegen die Leitplanke. Die drei Fahrer blieben aufgrund der angelegten Sicherheitsgurte unverletzt.

Schnell bildete sich auf der stark befahrenen Autobahn ein Stau. Der 35-jährige Fahrer eines überbreiten Sattelgespannes bremste aufgrund des stockenden Verkehrs ab. Ein weiterer Lkw-Fahrer fuhr aus Unachtsamkeit auf den bremsenden Sattelzug auf. Hierbei verletzte sich der 35-Jährige und kam mit dem Rettungswagen ins Klinikum Weiden. Durch den Auffahrunfall der beiden Lkw traten größere Mengen von Öl- und Kühlerflüssigkeit aus, welche sich auf beiden Fahrbahnen verteilten und einen zusätzlichen Schmierfilm bildeten.

Ein 60-jähriger Zollbeamter konnte mit seinem Dienstfahrzeug rechtzeitig vor dem Stau anhalten. Wegen der verschmutzten Fahrbahn fuhr ein nachfolgender 47-Jähriger jedoch mit seinem Pkw auf das Zoll-Dienstfahrzeug auf. Auch hier blieben die Fahrzeuginsassen unverletzt. Nahezu zeitgleich fuhr ein 56-jähriger mit seinem Pkw auf ein weiteres Auto. Der 31-jährige Fahrer und seine beiden Mitfahrer erlitten leichte Verletzungen. Alle drei Personen kamen mit dem Rettungswagen ins Klinikum Weiden.

Die A 93 war seit 14 Uhr gesperrt. Die Säuberungsarbeiten dauern am Abend noch an. An der Unfallstelle waren die Feuerwehren aus Oberköblitz und Pfreimd mit etwa 30 Mann. Die Straßenmeisterei Schwandorf setzte eine Kehrmaschine ein. Den Gesamtschaden der Unfälle schätzt die Polizei nach einer ersten Beurteilung der Lage auf rund 80.000 Euro.
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