Unfallzug ist nicht mehr zu reparieren

Als er am 5. November bei Freihungsand (Kreis Amberg-Sulzbach) einen Tieflader rammte, der auf dem Bahnübergang stand, war das nicht nur die schlimmste, sondern auch die letzte Fahrt des Regionalexpress' "Stadt Amberg": Der Zug wird jetzt verschrottet. "Er ist nicht mehr zu reparieren", sagte ein Bahnsprecher gegenüber unserer Zeitung. Sowohl der Führerstand als auch das Erste-Klasse-Abteil waren bei dem schweren Unfall mit zwei Toten und 18 Verletzten total ausgebrannt. Der Zug steht inzwischen auf einem Nebengleis des Bahnhofs von Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg, wo eine Nürnberger Firma für Brandschadensanierung ihn auseinandernimmt.

Das Gutachten zur Unfallursache wird laut Polizeipräsidium Oberpfalz noch einige Zeit auf sich warten lassen. Das Wasserwirtschaftsamt konnte keine akute Gefährdung des Grundwassers feststellen, doch muss die Bahn die Rückstände von Diesel und Löschschaum beseitigen, die in den Schotter und den Entwässerungsgraben flossen. Wegen kleiner Schäden am Bahnübergang dürfen ihn die Züge bisher nur mit 40 Kilometer pro Stunde passieren.
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