Unicef wirbt für Alphabetisierung - Vier Millionen Deutsche betroffen
Mädchen im Nachteil

Von weltweit mehr als 770 Millionen Menschen, die nicht lesen und schreiben können, sind zwei Drittel Frauen. Darauf hat das UN-Kinderhilfswerk Unicef in Köln zum Weltbildungstag an diesem Samstag hingewiesen.

Mädchen und Frauen seien beim Zugang zu Bildung immer noch benachteiligt - trotz steigender Einschulungsraten für Mädchen in den vergangenen Jahren auch in den meisten Entwicklungsländern.

Nur wenige in Kursen

Auch in Deutschland können geschätzte vier Millionen Erwachsene kaum lesen und schreiben, wie der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung anlässlich des "Weltalphabetisierungstags" bekannt gab. Nur 20 000 Betroffene bekennen sich demnach zu ihrer Schwäche und nehmen an Bildungskursen teil. Fehlende Schreib- und Lesefähigkeiten grenzten die Betroffenen vom gesellschaftlichen Leben aus. "Dabei handelt es sich um Erwachsene, die trotz Erfüllung der Schulpflicht nur so gut lesen und schreiben können wie Kinder in der ersten oder zweiten Klasse", sagte Verbandsgeschäftsführer Peter Hubertus.
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