Union und SPD rufen nach Kontingenten

In der Union und in der SPD mehren sich die Stimmen, die ein Kontingent für Flüchtlinge fordern. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte, in Zukunft sollte Europa ein großzügiges Flüchtlingskontingent aufnehmen. "Ein Kontingent bedeutet automatisch eine Begrenzung der Anzahl von Flüchtlingen", sagte er der "Bild am Sonntag". Die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner sagte im ARD-"Bericht aus Berlin": "Diese Kontingente wollen wir einführen, wenn ganz Europa mitmacht."

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erklärte, mit einer Kontingentlösung könne die Aufnahme von Flüchtlingen unter Kontrolle gebracht werden. Der Bundestag sollte "jedes Jahr aufs Neue über die Größe der Kontingente von Flüchtlingen entscheiden, die wir aufnehmen können", sagte er. Dass immer noch Tausende völlig unkontrolliert einreisen könnten, sei nicht hinnehmbar.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) sprach sich unterdessen gegen eine Einschränkung des Familiennachzugs aus. "Aus menschenrechtlicher wie aus christlicher Perspektive ist die Trennung von Ehepaaren und Familien nicht hinzunehmen", heißt es in einer Erklärung.
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