Ursache bleibt unklar

In dem Gebiet um die detonierte Gasleitung bestehe laut Feuerwehr keine Gefahr mehr. Zuvor waren Anwohner in einem Radius von 150 Metern aufgefordert worden, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und Fenster und Türen verschlossen zu halten. Bild: dpa

Während sich vor allem die Anwohner vom Schrecken erholen, machen sich die Aufräumtrupps daran, das Trümmerfeld der Ludwigshafener Gasexplosion zu beseitigen. Experten sind sich noch nicht sicher, warum die Leitung explodierte.

Nach der schweren Gasexplosion in Ludwigshafen haben sich Polizei, Feuerwehr und Anwohner ein Bild vom Ausmaß des Unglücks gemacht. Nach wie vor war unklar, wieso die Gasleitung im Stadtteil Oppau am Donnerstagmittag bei Bauarbeiten in die Luft flog. Die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen, sagte Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) am Freitag. Bei dem Unglück war ein Bauarbeiter getötet worden, drei Kollegen wurden schwer verletzt. Die meisten der 20 Leichtverletzten konnten das Krankenhaus bis zum Freitag verlassen.

Nach Angaben der Polizei wurden durch die Explosion und das Feuer 38 Wohnungen und 80 Autos beschädigt. Der Schaden geht in die Millionen. Die Zahl werde noch steigen, wenn sich mehr Betroffene meldeten. Es müsse geprüft werden, ob es Anhaltspunkte für ein eventuelles Fehlverhalten gebe und ob gegen Vorschriften verstoßen worden sei. Erkenntnisse gebe es erst im Laufe der kommenden Woche.

Feuerwehr und Polizei hatten am Freitagmorgen Entwarnung für das betroffene Stadtgebiet in Oppau gegeben. Es bestehe keine Gefahr mehr. Zuvor waren Anwohner in einem Radius von 150 Metern aufgefordert worden, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und Fenster und Türen verschlossen zu halten. Die Sperrung sei laut Polizei aufgehoben.

Weitere Leitung versiegelt

An der Unfallstelle gingen die Aufräum- und Reparaturarbeiten weiter. Nach Angaben eines Telekom-Sprechers sind durch ein zerstörtes Glasfaserkabel etwa 3000 Anschlüsse im Ludwigshafener Norden und in der Umgebung gestört. Bei optimalen Bedingungen werde man im Lauf des Samstags fertig werden.

Geprüft wird auch noch die Statik der unmittelbar betroffenen Wohnungen am fünf bis sechs Meter tiefen Explosionskrater, der am Freitag leergepumpt wurde. Zuvor war eine weitere beschädigte Gasleitung versiegelt worden.
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