Ursache: Feuer in einem IC-Zug [Aktualisierung]
Bahnverkehr in München lahmgelegt

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Mitten im Berufsverkehr brennt in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs ein IC. Menschen werden zwar nicht verletzt, aber rund um den Bahn-Knoten lange nichts mehr. Viele Züge bleiben stehen, andere fallen aus, Zehntausende Fahrgäste sind betroffen.

München. (dpa) Nach einem Brand in einem Intercity-Triebwagen in München ist es am Montag zu einem Bahnchaos in Bayern gekommen. Mitten im Berufsverkehr hatte die Lok des mit rund 200 Passagieren besetzten Fernzuges nach Berlin kurz nach der Abfahrt vom Münchner Hauptbahnhof Feuer gefangen. Verletzte gab es nicht, aber der Brand legte über Stunden hinweg den kompletten Verkehr an dem Bahn-Knotenpunkt lahm - mit weitreichenden Folgen auch für Reisende in anderen Orten.

Züge konnten den Münchner Hauptbahnhof nicht mehr erreichen oder verlassen. Wichtige Fernstrecken nach Nürnberg und Stuttgart waren ebenso betroffen wie der S-Bahn-Verkehr in der Landeshauptstadt. Etwa drei Stunden nach dem Feuer wurden zunächst einige Regionalstrecken von München wieder freigegeben, die Fernverkehrsstrecken folgten knapp eine Stunde später. Die Deutsche Bahn rechnete aber noch bis in den Nachmittag hinein mit Verspätungen als Folge des Brandes. «Wir gehen davon aus, dass es sich zum Berufsverkehr am Nachmittag wieder eingependelt hat», sagte eine DB-Sprecherin.

Allerdings kam es dann in den Vormittagsstunden zu einem weiteren Zwischenfall in München: Im Ostbahnhof hatte ein Güterzug die Oberleitung heruntergerissen. Dadurch müssten weitere Züge umgeleitet werden, sagte ein Bahnsprecher. «Heute kommt einiges zusammen in München», meinte er.

An dem IC 2300 München-Berlin, der kurz nach 7 Uhr in München gestartet war, brach bereits nach wenigen hundert Metern das Feuer aus. Der Bahnverkehr zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und dem ICE-Bahnhof in München-Pasing kam völlig zum Erliegen. Auch der Verkehr auf der viel befahrenen Münchner S-Bahn-Stammstrecke musste eingestellt werden. «Aus Sicherheitsgründen musste der betroffene Bereich großräumig gesperrt werden», begründete die Bahn die Streckensperrung. Insgesamt waren Zehntausende davon betroffen.

Die 200 Fahrgäste in dem Intercity konnten zunächst in dem Zug bleiben, später wurden die vorderen Waggons von den Einsatzkräften geräumt. Die Fahrgäste mussten in die hinteren Wagen umsteigen. Dieser Teil des Zuges wurde nach Angaben der Bundespolizei dann in den Hauptbahnhof zurückgeschleppt.

Unmittelbar nach dem Ausbruch des Brandes hatte die Bahn noch eine Verspätung von zehn Minuten für die anderen Züge im Münchner Hauptbahnhof angegeben. Später war von einer kompletten Sperrung auf unbestimmte Zeit die Rede. Die Fernzüge blieben im Münchner Hauptbahnhof stehen, es kam auch zu Zugausfällen.

Damit Fernreisende überhaupt die bayerische Landeshauptstadt verlassen können, wurden im Hauptbahnhof wartenden Passagiere von Zugbegleitern aufgefordert, mit der Straßenbahn zum Bahnhof in Pasing zu fahren. Ab dort gebe es die Möglichkeit, mit anderen Zügen Richtung Ulm und Stuttgart zu fahren.
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