Urteil gegen Mütter der Zwölf Stämme
Aus aller Welt

Nördlingen.(epd) Weil sie ihre Kinder mit Ruten gezüchtigt haben, sind am Dienstag zwei Mütter der umstrittenen Glaubensgemeinschaft Zwölf Stämme wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Das Amtsgericht Nördlingen habe gegen die beiden Frauen Bewährungsstrafen von sechs und neun Monaten verhängt, sagte ein Gerichtssprecher dem Evangelischen Pressedienst.

Zum Nachweis der Tat sei vor Gericht unter anderem das Video des RTL-Reporters Wolfram Kuhnigk gezeigt worden, in dem die Züchtigungen zu sehen sind. Kuhnigk hatte die Aufnahmen heimlich am Stammsitz der Sekte in Klosterzimmern gedreht. Die Anwälte der Mütter protestierten in der Verhandlung gegen die Vorführung des Videos. Wegen der körperlichen Züchtigungen hatten Familiengerichte in Ansbach und Nördlingen 2013 den Eltern von 40 Kindern das Sorgerecht entzogen. Die Gerichte sahen die Kinder gefährdet.

Mord an Studenten nicht aufklärbar?

Mexiko-Stadt.(dpa) Letzte Gewissheit werden die Familien der in Mexiko getöteten Studenten möglicherweise nie haben. Das forensische Institut in Innsbruck ist an der Identifizierung der Leichenteile vorerst gescheitert. Es sei den Wissenschaftlern nicht gelungen, genügend Genmaterial aus Asche und Knochen zu isolieren, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag mit. Die Leichenteile seien zu stark verbrannt gewesen. Ende September waren in Iguala 43 Studenten von der Polizei verschleppt und den "Guerreros Unidos" übergeben worden. Mitglieder der Bande gestanden, die Studenten getötet und verbrannt zu haben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weltgeschehen (20753)Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.