US-General Ben Hodges zu den Risiken für die Truppenübungsplätze
Keine erhöhte Gefahr

Der kommandierende General der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, hat die Truppenübungsplätze in Grafenwöhr und Hohenfels als von besonderer Bedeutung für die US-Army bezeichnet. Man finde dort ideale Trainingsmöglichkeiten vor, erklärte Hodges bei einem Gespräch mit dem Innenausschuss des Landtags. Sein Dank gehe an Bayern und die umliegenden Gemeinden in der Oberpfalz, "dass wir dieses Gelände nutzen dürfen". Sicher sei das Umland dem Lärm von Hubschraubern und Geschossen ausgesetzt, doch tue man alles für einen optimalen Naturschutz. "Wenn ich ein Wildtier wäre, würde ich mir Hohenfels als Lebensraum aussuchen", meinte Hodges.

Zur Zukunft der Einrichtungen äußerte sich Hodges nicht direkt, er widersprach aber vehement dem Eindruck, dass sich die USA zunehmend von Europa ab- und verstärkt dem pazifischen Raum zuwenden würden. Die USA hätten in Europa ihre verlässlichsten Verbündeten. Änderungen im Stationierungskonzept seien jeweils der mittelfristigen Lagebeurteilung geschuldet.

Als Folge der Terroranschläge von Paris sah Hodges keine erhöhten Sicherheitsgefahren für die Oberpfälzer Truppenübungsplätze und ihr Umfeld. Paris habe gezeigt, dass sich die Terroristen schlecht zu verteidigende zivile Ziele ausgesucht hätten, um eine maximale Verunsicherung in der Bevölkerung zu erzielen. Er gehe deshalb nicht davon aus, dass Militäreinrichtungen ins Visier von Attentätern kommen würden.
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