Verein für Landschaftspflege und Artenschutz

Der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) hat seinen Ursprung in einer Bürgerinitiative gegen Pläne für einen Bayernring. Als der Bau dieser Autorenn- und Teststrecke im Hessenreuther Wald zwischen Erbendorf und Pressath verhindert war, blieben die Initiatoren in Kontakt und gründeten 2009 den Verein "Unser Hessenreuther Wald".

Der kümmerte sich bald nicht mehr nur um den Hessenreuther Wald. Auch die Mitgliedsanträge kamen aus immer größerer Entfernung. Seit gut drei Jahren ist der Verein bayernweit vernetzt, ihm gehören Biologen, Chemiker, Ingenieure, Physiker und weitere Spezialisten an. Damit erfüllte er zwei Hauptbedingungen für die Anerkennung als Landschafts- und Naturschutzvereinigung. Im September 2014 begann Johannes Bradtka Unterlagen für die Anerkennung zu sammeln. "Die Anforderungen sind hoch, in organisatorischer, fachlicher und finanzieller Hinsicht." Deshalb professionalisierte der Verein seine Struktur, eröffnete drei Geschäftsstellen, in ganz Bayern entstehen Ortsgruppen.

Seit der Verein anerkannt ist, steht er auf einer Stufe mit den Trägern öffentlicher Belange. Bei größeren Bauprojekten wird er deshalb automatisch nach einer Stellungnahme zur Umweltvertäglichkeit befragt. Derzeit arbeitet Bradtka an einer Stellungnahme zur Erweiterung des Freilichtmuseums Glentleiten in Oberbayern. Außerdem hat der Verein nun das Verbandsklagerecht, kann also vor dem Verwaltungsgericht gegen Behördenentscheidungen vorgehen. (wüw)
Weitere Beiträge zu den Themen: Themen des Tages (14863)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.