Verfahren gegen 93-Jährigen

Einem Prozess im nordrhein-westfälischen Detmold gegen einen 93-Jährigen wegen Morden im NS-Konzentrationslager Auschwitz steht aus ärztlicher Sicht nichts im Wege. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für NS-Verbrechen in Dortmund hatte bereits im Februar Anklage gegen den greisen Rentner aus Lippe erhoben. Ihm wird Beihilfe zum Mord in mindestens 170 000 Fällen von Januar 1943 bis Juni 1944 vorgeworfen.

Ein ärztliches Gutachten hat dem Angeklagten nun Verhandlungsfähigkeit attestiert. Nach den Feststellungen eines Facharztes für Psychiatrie und Geriatrie ist der 93-Jährige eingeschränkt verhandlungsfähig, und zwar für zwei Stunden pro Verhandlungstag. Das berichtete das Landgericht Detmold am Montag. Die Schwurgerichtskammer hatte das Gutachten in Auftrag gegeben. Im Frühjahr hatte der Prozess gegen den 93-jährigen früheren SS-Helfer Oskar Gröning für Aufsehen gesorgt.
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