"Verfahren, in dem es nur Verlierer gab"

Ein Siebenjähriger wurde im Mai 2013 von einem rund 200 Kilogramm schweren Fußballtor erschlagen, als die 13- bis 14-jährigen Spieler das Gehäuse nach dem Training abbauen wollten. Am Montag wurde der Jugendbetreuer (26) des Vereins wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen zu einer Geldstrafe in Höhe von 420 Euro (60 Tagessätze) verurteilt. Das Amtsgericht Hamburg-Harburg sah es als erwiesen an, dass der Tod des Jungen vermeidbar gewesen wäre. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Richterin nannte den Prozess ein "Verfahren, in dem es nur Verlierer gab. Den kleinen Jungen, aber auch den Angeklagten". Dennoch folgte sie dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Diese hatte dem Betreuer vorgeworfen, die Spieler unzureichend instruiert zu haben, mit dem Abbau der Tore auf ihn zu warten. Die Verteidigerin, die von einem Unfall ausging und Freispruch verlangte, bemängelte die Signalwirkung des Urteils auf ehrenamtliche Betreuer.
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