Vergewaltiger gibt Opfer Mitschuld

Der Vergewaltiger und Mörder einer Inderin in einem Bus in Neu Delhi hat das Opfer für die Tat mitverantwortlich gemacht. "Mit einer Hand kann man nicht klatschen - dazu braucht es zwei Hände", sagt er in einem indisch-britischen Dokumentarfilm. "Ein anständiges Mädchen würde nicht abends um 21 Uhr noch draußen herumlaufen." Das Interview mit dem verurteilten Mörder sei mit Genehmigung der Regierung in einem Gefängnis in Neu Delhi geführt worden, sagte eine Sprecherin der Sender NDTV und BBC am Montag.

Der Vergewaltiger beschuldigt das Opfer, die falschen Kleider getragen zu haben: "Mädchen sollten sich um den Haushalt kümmern und sich nicht in Discos und Bars herumtreiben." Die Studentin wäre noch am Leben, wenn sie sich nicht gewehrt hätte. "Sie hätte einfach ruhig sein sollen und die Vergewaltigung geschehen lassen. Dann hätten wir sie abgesetzt, nachdem wir mit ihr fertig waren." Eine Gruppe Männer fiel auf dem Heimweg vom Kino über sie her, vergewaltigte und folterte sie. Sie starb an inneren Verletzungen. Die Täter wurden zum Tode verurteilt; derzeit läuft ein Berufungsverfahren.
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