Verhalten bei Unfällen

Bei Verkehrsunfällen ist rasche Hilfe wichtig. Einfach vorbeifahren darf man nicht: "Dann machen Sie sich unter Umständen wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar", erklärt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Niemand müsse dabei Angst haben, etwas falsch zu machen: "Helfen kann man eigentlich immer." Drei wichtige Schritte:

Unfallstelle sichern: Absichern ist die erste Maßnahme. Autofahrer stellen ihr Fahrzeug am besten vor die Unfallstelle und schalten die Warnblinker ein. Dann sollte das Warndreieck aufgestellt werden. Auf Landstraßen empfiehlt sich ein Abstand von 100 Metern zur Unfallstelle, auf Autobahnen mindestens 150 Meter. "Ziehen Sie die Warnweste an, damit Sie auch von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden."

Notruf absetzen: Bevor sich Helfer um Verletzte kümmern, sollten sie einen Notruf absetzen. Die Nummer 112 gilt europaweit als Notruf. Am Telefon sollten wichtige Fragen beantwortet werden: Wo ist der Unfall geschehen? Was ist genau passiert? Wie viele Personen sind beteiligt? Welche Verletzungen gibt es?

Erste Hilfe leisten: Ist das erledigt, sollten sich Helfer um Verletzte kümmern. Wichtig ist es, dabei andere direkt mit einzubeziehen. Denn von sich aus werden Menschen nicht immer tätig. Ist ein Unfallopfer bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und wenn witterungsbedingt nötig warmgehalten werden. Motorradfahrern sollte der Helm abgenommen werden. Und keine Sorge: Ersthelfern droht juristisch in der Regel nichts, wenn sie unabsichtlich einen Fehler begehen, denn sie haben versucht, Leben zu retten. (dpa)
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