Verstorben

Am Grab von Berta Wildenauer

Die Übernahme von Verantwortung im Ehrenamt, die Mitarbeit in Vereinen und die Nächstenliebe waren für Berta Wildenauer eine Selbstverständlichkeit und eine christliche Pflicht. Am 7. Oktober starb die Trägerin der Bundesverdienstmedaille und Inhaberin der Goldenen Verbandsnadel im Alter von 93 Jahren. Berta Rabl wurde am 11. Juli 1921 in Münster im Landkreis Rottenburg an der Laaber geboren. Die Eltern hatten eine Bäckerei in Mainburg, wo sie auch die Kinder- und Jugendjahre verbrachte.

1943 wurde die damals 22-Jährige einberufen und beim Roten Kreuz im Reserve-Lazarett Ottilien eingesetzt. Nach Kriegsende arbeitete die Schwesternhelferin im Kreiskrankenhaus in Mainburg und sammelte dort praktische Erfahrungen in der Pflege. Im Krankenhaus lernte sie Georg Wildenauer aus Eslarn kennen. Nach der Hochzeit 1958 lebte das Paar bis 1976 in Nandlstadt im Landkreis Freising und nach der Pensionierung des Verwaltungsangestellten wieder in der Eslarner Heimat.

Mit einem Eigenheim im Ortsteil Bühl erfüllte sich das Ehepaar 1976 einen Wunschtraum. Die Kenntnisse als Krankenschwester halfen Berta Wildenauer von 1980 bis 1995 bei der Leitung der örtlichen Caritas. Mit sechs Frauen übernahm sie die Pflege alter und kranker Menschen, engagierte sich in kirchlichen Vereinen, besonders im Katholischen Frauenbund.

Das soziale Engagement wurde am 25. April 1996 mit der Verleihung der Bundesverdienstmedaille belohnt. Eine weitere Auszeichnung erhielt Wildenauer für ihre ehrenamtliche Mitarbeit im Frauenbund mit der Goldenen Ehrennadel, einer der höchsten Auszeichnungen des Diözesanverbandes. Die 21 Jahre als Caritassammlerin würdigte der Verband mit der Elisabeth-Medaille. Wildenauer leitete ab 1978 insgesamt 18 Jahre lang den Frauenbund und übernahm in weiteren vier Jahren als Schriftführerin erneut Verantwortung. Ihre Liebe galt zudem der Volksmusik und dem Lesen.

1996 starb ihr Ehemann mit 87 Jahren. In den letzten Jahren betreuten Berta und Josef Füßl sowie Gertraud und Siegfried Konczalla die Seniorin. Mit den Schwestern Maria Egger und Rosi Pfaller, dem Neffen Josef Egger und der Nichte Rosine Maria Habecker trauern Verwandte aus Eslarn, Mainburg und Haar sowie der Frauenbund. Totengedenken ist am Samstag, 11. Oktober, um 9.30 Uhr. Um 10 Uhr folgt der Gottesdienst, anschließend Beerdigung. (gz)
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