Verstorben

Trauer um Heinz Petzold

Im Requiem für Heinz Petzold in der Pfarrkirche sprach Pfarrer Josef Most Ehefrau Ingeborg und Sohn Helmut seine Anteilnahme aus. Neben Angehörigen und Verwandten nahmen auch die Vereine Abschied. Der Geistliche erinnerte an das vor einiger Zeit erschiene Buch mit dem Untertitel: "Ein Koffer für die letzte Reise." Was hätte der Verstorbene wohl in seinen Koffer gepackt?

Petzold wurde am 15. April 1928 in Auerbach im Vogtland geboren. Nach der Schule lernte er zunächst das Friseurhandwerk. Mit 17 Jahren wurde er noch zum Kriegsdienst in den letzten Monaten eingezogen, wo er bei Budweis in amerikanische Gefangenschaft geriet. 1948 kam er über Heumaden, wo er bei Bauern Aufnahme fand, nach Moosbach, das für ihn zur zweiten Heimat werden sollte. Am 5. Mai 1951 heiratete er Ingeborg Donhauser in der Pfarrkirche. 64 Jahre meisterte er mit ihr in Freud und Leid das Leben. Er war ein liebevoller Ehemann und ein treusorgender Vater.

Den Lebensunterhalt verdiente er in einer Fabrik und zuletzt bei der Firma Zippel in Moosbach. Seine große Freude war die Pflege seines Gartens am Haus, und die zwei "Enkel im Haus", wie er die beiden Mädchen Lena und Katrin der Familie Rappl gerne bezeichnete. In den letzten Jahren machte ihm ein Augenleiden sehr zu schaffen. Nachdem er die letzten drei Tage im Klinikum Weiden verbrachte hatte, war er am 20. Mai friedlich eingeschlafen.

Siedlergemeinschaft, Feuerwehr und OWV würdigten den Verstorbenen. Siedler-Vorsitzender Peter Rieß dankte dem Ehrenmitglied für seine Vereinsarbeit. Petzold trat 1968 dem Siedlerbund bei und übernahm 1978 das Amt des Vorsitzenden, das er vier Jahre inne hatte. In dieser Zeit hatte sich die Mitgliederzahl annähernd verdreifacht. Faschingstanz, Maibaum-Aufstellen, Gartenfeste und Nikolausfeiern wurden fester Bestandteil des Jahresprogramms. Auch die erste Vereinssatzung wurde unter seiner Zeit verabschiedet. 2013 ernannten ihn die Verantwortlichen zum Ehrenmitglied.

Für die Feuerwehr sprach Ehrenkommandant Heinz Heuwind. Er dankte dem Verstorbenen für 60 Jahre Treue. Mehrfach wurde er dafür ausgezeichnet. Bei vielen Festen hatte er tatkräftig mitgeholfen. Ehrende Worte sprach auch OWV-Vorsitzender Peter Franz. 1968 war Petzold dem Verein beigetreten. Er war auch Wegewart. Der Kirchenchor unter Leitung von Hans Karl und die Blaskapelle begleiteten die Trauerfeier. (gi)
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.