Verteidigungsministerin von der Leyen denkt über Verlängerung des Einsatzes nach
Bundeswehr auch nach 2016 in Afghanistan

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Bild: dpa
(dpa/paa) Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat bei ihrem zweitägigen Afghanistan-Besuch vor einem zu schnellen Abzug der internationalen Truppen gewarnt. Nach einem Gespräch mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani schloss sie am Sonntag nicht aus, dass der Nato-Ausbildungseinsatz über die geplanten zwei Jahre hinausgeht. Man müsse zunächst bis 2016 mit "voller Kraft" zum Aufbau des Landes beitragen und dann sehen, wie die Lage ist, sagte sie. Während des Besuchs erfuhr von der Leyen vom Tod ihres Vaters, des früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht. Sie entschied sich dennoch, ihren Besuch am Sonntag wie geplant abzuschließen. Die Nato beendet am 31. Dezember nach 13 Jahren den Kampfeinsatz in Afghanistan. Sie will aber mit 12 000 Soldaten zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Streitkräfte im Land bleiben. Die Bundeswehr stellt bis zu 850 Soldaten. Ab der zweiten Hälfte des Jahres 2015 werden rund 450 bis 500 Soldaten der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" aus Amberg für den Einsatz am Hindukusch ausgebildet. Bisher ist eine starke Verringerung der Truppenstärke im zweiten Jahr geplant, so dass die Ausbildung deutlich eingeschränkt werden müsste. Von der Leyen sieht das skeptisch. "Wichtig ist mir, dass wir ... das Land in einer Situation verlassen, in der es eine Stärke erreicht hat, damit es sich auch behaupten kann", sagte die CDU-Politikerin.
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