Verteilung in der Oberpfalz genau geregelt

Welchen Anteil an Asylbewerbern jedes Bundesland aufnehmen muss, wird nach dem sogenannten "Königsteiner Schlüssel" festgesetzt, der jedes Jahr entsprechend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Länder berechnet wird. Demnach werden Bayern in diesem Jahr 15,3 Prozent der Asylbewerber, die in Deutschland ankommen, zugewiesen. Bayern ist damit nach Nordrhein-Westfalen (21,2 Prozent) das Land mit der zweitgrößten Aufnahmeleistung.

In Bayern werden die Flüchtlinge weiter auf die sieben Bezirke verteilt. Nach der Asyldurchführungsverordnung (DVAsyl) vom Juni 2002 herrschen auch hier klare Regeln: Oberbayern werden 33,9 Prozent der Flüchtlinge zugewiesen, Schwaben 14,5 Prozent, Mittelfranken 13,5 Prozent, Unterfranken 10,8 Prozent, Niederbayern 9,6 Prozent, Oberfranken 8,9 Prozent und der Oberpfalz 8,8 Prozent. Innerhalb des Bezirks ist die Verteilung nach der DVAsyl wie folgt geregelt: Den größten Anteil an Asylbewerbern nimmt der Kreis Regensburg (16,3 Prozent) auf, gefolgt von der Stadt Regensburg (13,4) und den Kreisen Schwandorf (12,8), Cham (11,5), Neumarkt (11,5), Amberg-Sulzbach (9,6) und Neustadt/WN (8,9). 6,9 Prozent fallen auf den Kreis Tirschenreuth, 4,6 Prozent auf Amberg und 4,4 Prozent auf Weiden.

Die Quoten stellen eine Richtschnur dar. Allerdings werde im konkreten Fall berücksichtigt, wo Kapazitäten frei sind, erklärte Carmen Boßle, stellvertretende Pressesprecherin der Regierung der Oberpfalz, auf Nachfrage. Außerdem werde darauf geachtet, dass Familien zusammen bleiben. "Es kommt nicht vor, dass eine Familie auseinander gerissen wird, nur damit die Quote eingehalten wird." (gib)
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