Verzerrter Blick

Verzerrter Blick Vielen Bürgern drängt sich ja der Eindruck auf, dass unseren Abgeordneten so manches Mal der rechte Durchblick fehlt. Seit kurzem ist das mit harten Fakten belegt. Blicken unsere Volksvertreter vor dem Plenarsaal des Maximilianeums aus dem Fenster, sehen sie München neuerdings verschwommen. Bei der Sanierung der Fassade mit einem der schönsten Ausblicke über die Landeshauptstadt wurden nämlich auf Anraten des Denkmalschutzes Fensterscheiben in der Anmutung des 19. Jahrhunderts verwende
Vielen Bürgern drängt sich ja der Eindruck auf, dass unseren Abgeordneten so manches Mal der rechte Durchblick fehlt. Seit kurzem ist das mit harten Fakten belegt. Blicken unsere Volksvertreter vor dem Plenarsaal des Maximilianeums aus dem Fenster, sehen sie München neuerdings verschwommen. Bei der Sanierung der Fassade mit einem der schönsten Ausblicke über die Landeshauptstadt wurden nämlich auf Anraten des Denkmalschutzes Fensterscheiben in der Anmutung des 19. Jahrhunderts verwendet. Damals aber ließ Flachglas produktionsbedingt nur einen verzerrten Blick nach draußen zu. Vor dem Betrachter jedenfalls breitet sich München nun wie durch ein vom Gewitterregen beprasseltes Fenster aus. Im Landtagspräsidium grübelt man jetzt darüber nach, wie den Abgeordneten wieder zu einem klaren Blick verholfen werden kann. (jum)

Verfluchte Krähen

Freie-Wähler-Fraktionschef Hubert Aiwanger will den Krähen an den Kragen. Den nervigen Krächzern gibt er eine Mitverantwortung dafür, dass es auf bayerischen Feldern und Fluren immer weniger Hasen, Fasane und Rebhühner gibt. Tatsache ist, dass der Krähenbestand im Freistaat in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat, vermutlich wegen der milderen Winter. Der schwarz gefiederte Allesfresser muss nicht mehr in schneeärmere Gegenden ziehen und kann sich deshalb im Frühjahr über junge Hasen und Vogelgelege hermachen, hat Aiwanger festgestellt. Als passionierter Jäger hat er auch schon eine Lösung. Die Jagd auf Krähen mit Gewehr und Fallen müsste deutlich erleichtert werden. (jum)

Verpasstes Jubiläum

Ganz nebenbei wurde nun offenbar, dass Bayern vor zwei Jahren ein bedeutendes Jubiläum verpasst hat: 200 Jahre bayerische Biergartenverordnung. Anno 1812 wurden erstmals die Voraussetzungen für den Betrieb eines Biergartens per königlichem Dekret festgelegt. So erfuhr es jetzt die Abgeordnete Jutta Widmann (Freie Wähler) in der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf ihre Anfrage. Seinerzeit war bestimmt worden, dass ein Biergarten nur dann Biergarten heißen darf, wenn er im Freien ist und man dort auch mitgebrachte Brotzeit verspeisen darf. (jum)
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