Vielfacher Aiwanger

Kein deutscher Politiker vereint so viele Spitzenämter einer Partei in einer Person wie Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger. Er ist Vorsitzender der Landtagsfraktion, des FW-Landesverbands, der FW-Landesvereinigung, des FW-Bundesverbands und der FW-Bundesvereinigung. "Mein Ziel ist es nicht, Posten zu besetzen, sondern Themen durchzusetzen", sagte er dazu selbst.

Aiwanger will die ursprünglich auf die Kommunen beschränkten Freien Wähler als landes- und bundespolitische Kraft etablieren. Landes- und Bundesverband sind die ursprünglichen Zusammenschlüsse der örtlichen FW-Verbände. Der bayerische Landesverband setzt sich aus den 875 Orts- und 70 Kreisverbänden der Freien Wähler zusammen, hat aber keine Direktmitglieder.

Um bei Landtags- und Bundestagswahlen antreten zu können, müssen die FW eine richtige Partei sein. Dafür wurden Landes- und Bundesvereinigung gegründet. Die bayerische Landesvereinigung hat dementsprechend nicht kommunale Verbände als Mitglieder, sondern Bürger - 3400 an der Zahl. Eine skurrile Folge: Bei Parteitagen wird getrennt gewählt für Landesverband und -vereinigung. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9310)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.