Vier Festnahmen - Neue Tragödie im Mittelmeer
Sogar 71 Leichen im Schleuser-Lkw

Die Flüchtlingstragödie in Österreich hat die schlimmsten Befürchtungen übertroffen: 71 Leichen bargen die Behörden in der Nacht zum Freitag aus dem Laderaum eines Schlepper-Lastwagens. Sie seien vermutlich erstickt, teilte der Polizeichef des Burgenlandes, Hans Peter Doskozil, in Eisenstadt mit. Bei der Großfahndung wurden in Ungarn vier Verdächtige festgenommen. Nach bisherigen Erkenntnissen gehören sie zu einem bulgarisch-ungarischen Schlepperring. Die Behörden gingen ursprünglich von 20 bis 50 Toten aus. Unter den Opfern waren 59 Männer, 8 Frauen und 4 Kinder. Darunter sei auch ein etwa einjähriges Mädchen, sagte Doskozil. Nach einem Bericht des ORF versuchten die Menschen noch, sich aus dem Lastwagen zu befreien. Der Laderaum des Fahrzeugs sei von innen nach außen ausgebeult und teilweise aufgeschlitzt, hieß es.

Unterdessen sind bei einer neuen Flüchtlingstragödie im Mittelmeer vor der libyschen Küste mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind auch Kinder. (Kommentar und Seite 2)
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