Vier Männer wegen Tod eines Tübingers angeklagt
Gondelunfall vor Gericht

Für viele gibt es nichts Romantischeres als eine Gondelfahrt im Canale Grande. Für eine Tübinger Familie wurde sie zur Katastrophe. Bild: dpa
Fast zwei Jahre nach dem tödlichen Gondelunfall eines deutschen Professors in Venedig hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen für die vier Angeklagten gefordert. Die längste Strafe soll mit einem Jahr und fünf Monaten ein Wasserbusfahrer bekommen, berichteten Lokalzeitungen am Dienstag unter Berufung auf die Behörden. Die anderen Angeklagten - zwei Wasserbus- und ein Wassertaxifahrer - sollen demnach bis zu einem Jahr Haft bekommen.

Der Anwalt der deutschen Familie sagte, er erwarte, dass die nicht vorbestraften Angeklagten mit einer Bewährung davonkämen und nicht ins Gefängnis müssten. Das Opfer, ein Jurist, der in Tübingen lebte und in München unterrichtet hatte, starb im August 2013 bei dem Zusammenstoß eines Wasserbusses mit einer Gondel, in der er mit seiner Familie saß.

Ein fünfter Angeklagter, ein Gondoliere, soll sich in einem anderen, längeren Verfahren verantworten. Ein Urteil gegen die vier Angeklagten, die sich für ein verkürztes Verfahren entschieden hatten, könnte am 9. Juni fallen. Bei der etwa fünf Stunden langen Verhandlung am Dienstag war auch die Frau des Opfers anwesend.
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