Vilsecker Bauhofhalle Raub der Flammen: Ursache vermutlich Funkenflug - 350 000 Euro Schaden in ...
Brände halten Feuerwehr in Atem

(zm/mp) Eineinhalb Stunden später schien die Gefahr weitestgehend gebannt. Dann wurde das ganze Ausmaß des Schadens sichtbar: Das Feuer am Montagvormittag hatte eine der Hallen des städtischen Bauhofs in Vilseck komplett zerstört. Derweil ist die Ursache des Wohnhausbrandes am Sonntag in Neunburg vorm Wald geklärt.

"Unfassbar", kommentierte Vilsecks Bürgermeister Hans-Martin Schertl das sich ihm bietende Bild. Eine der beiden langgezogenen Hallen des städtischen Bauhofs war total ausgebrannt. Der Bürgermeister sprach in diesem Zusammenhang von mindestens zwei bis drei Millionen Euro Schaden. Die Polizei hingegen geht nach ersten Schätzungen von "einem Schaden in mittlerer sechsstelliger Höhe" aus.

Vergeblicher Löschversuch

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei dürfte Funkenflug bei Schweißarbeiten eines Bauhofbediensteten (43) einen Rasenmäher in Brand gesteckt haben. Mit einem Kollegen habe er noch versucht, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu ersticken, was jedoch misslang. Danach schlugen die Männer Alarm. Als die ersten Löschkräfte eintrafen, stand nahezu der gesamte Komplex in Flammen. Ein Großeinsatz mit insgesamt 120 Feuerwehrleuten mehrerer Feuerwehren folgte.

Schnell machte sich dichter Qualm und Rauch breit. Wegen Explosionsgefahr - es befanden sich Stahlflaschen mit technischen Gasen und weitere brennbare Stoffe in der Halle - wurde deshalb ein Sperrgürtel von 300 Metern um das Gelände gezogen. Die Polizei sperrte die Staatsstraße 2123 und warnte die angrenzende Nachbarschaft mit Lautsprecher-Durchsagen vor der starken Rauchentwicklung.

Neunburg: Kurzschluss

Währenddessen ist die Ursache des verheerenden Feuer am Sonntag in einem Wohnhaus in Neunburg vorm Wald (Kreis Schwandorf) offenbar geklärt. Der Brand wurde höchstwahrscheinlich durch einen technischen Defekt ausgelöst, teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz nach den ersten Ermittlungen am Montag mit. Der Schaden wurde auf rund 350 000 Euro korrigiert, am Sonntag waren noch 450 000 Euro angegeben worden. Die Löscharbeiten hatten mehrere Feuerwehren über Stunden hinweg beschäftigt.
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