Vokalensemble "ChorDiSono" überzeugt das Publikum mit Liedern von Pop bis Gospel
Neue Töne in alter Kirche

"ChorDiSono" überzeugte beim Auftritt in der evangelischen Kirche. Bild: hbl
Die evangelische Kirche in Püchersreuth feiert heuer Geburtstag. Aus diesem Anlass fand das bekannte Vokalensemble "ChorDiSono" den Weg in das 300 Jahre alte Gotteshaus und traf auf ein "ausverkauftes" Haus mit einem erwartungsfrohen Publikum.

"ChorDiSono" hat sich mit großem Erfolg auf zeitgenössische geistliche und weltliche Musik spezialisiert. Schon der Beginn mit "People get ready" offenbarte viele der Qualitätsmerkmale, die dieses Ensemble auszeichnen. Dazu gehört zuallererst ein absolut homogener Gesamtklang. Wenn ein Chor in einer guten, aber relativ trockenen Akustik, völlig beraubt jeglicher Hallschwaden so überzeugend bestehen kann, dann ist das etwas Besonderes.

Das abwechslungsreiche Programm aus geistlichen und weltlichen Liedern, aus Pop, neuem geistlichen Liedgut und Gospel ließ keine Wünsche offen und bewegte das aufmerksame Publikum sichtlich. Auch die Beatles-Liebhaber ("And I love her") und alle Rutter-Fans ("Für die Schönheit dieser Welt") kamen auf ihre Kosten.

Nach dem Halleluja und dem Credo aus der expressiven Gospel-Messe von Robert Ray wurde John Rutters "Et Misericordia" aus dem Magnificat zum Höhepunkt des Konzertes. Intonationssicher vom Chor begleitet zauberte Uschi Steppert mit ihrem samtweichen Sopran wunderbare Töne in den Raum. Aber auch die anderen Solisten des Ensembles (Adrian Kapornyai, Robert Kreuzer und Frank Henning) beeindruckten durch stimmliche Qualität und Gestaltungskraft. Die Textverständlichkeit der Sänger - auch und gerade bei den englischen Texten - war ein wohltuendes Element, weil das Publikum den Sinn der vielfach auch unbekannten Werke leichter nachvollziehen konnte. Dabei regte sicher auch das innige Marienlied "Du hast ganz leis mich beim Namen genannt" zum Nachdenken an.

Hervorzuheben ist das unaufdringliche und exakte Dirigat des Leiters Alexander Meiler, dem alle Sänger minutiös folgten. Ein Sonderlob verdient Wolfgang Dirscherl, der am E-Piano virtuos alle Facetten eines hervorragenden Begleiters abdeckte.

Drei Gospels, gut gelaunt und mit viel positiver Ausstrahlung gestaltet, bildeten den Abschluss des Konzertes. Tief beeindruckt durften sich Pfarrer Michael Kelinske sowie Jubiläumsorganisator und -motor Michael Raab von Herzen über ein gelungenes Konzert und gut gefüllte Spendenkörbchen freuen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.