Volkstrauertag: Bürgermeister und Soldatenkameradschaften legen Kränze nieder
Gedenken an die Opfer von Paris

Bürgermeister Anton Kappl gedachte vor allem des Terroranschlags in Paris am Mahnmahl in Döllnitz am Samstagabend. Die Reservisten Anton Kammerer und Christian Lindner hielten die Ehrenwache. Bild: sl
Die Terroranschläge von Paris sprachen auch die Redner bei den Gedenkfeiern zum Volkstrauertag an. Pfarrer Moses Gudapati verwies gleich zu Beginn der Gottesdienste in der St.-Jakobus-Kirche in Döllnitz und St.-Margareta-Kirche in Leuchtenberg auf die schrecklichen Ereignisse. Bürgermeister Anton Kappl legte an beiden Mahnmalen eine Gedenkminute für die Opfer ein.

In den Fürbitten gedachten die Gläubigen den verfolgten Christen, dem Terror in Paris, den Flüchtlingen und auch den Menschen, die mit dem Leben nicht zurechtkommen und es selbst beenden wollen. "Der heutige Tag, 70 Jahre nach Ende des letzten großen Krieges, ist ein Tag des Nachdenkens. Die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege waren Menschen aus unseren Heimatdörfern, aus unseren Familien und Nachbarn und an all diese wird heute erinnert", sagte der Rathauschef.

Er mahnte den Bürgerkrieg in Syrien an und das grausame Morden der selbst ernannten Dschihad-Gotteskrieger. Durch die unendlichen Flüchtlingsströme habe dieser Krieg uns längst erreicht. "Durch die große Welle der Flüchtlinge stehen wir vor der größten Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg. Die Vertreibung von damals ist mit der modernen Völkerwanderung von heute nicht vergleichbar."

Die Fahnenabordnungen mit den Mitgliedern der Kriegervereine, Feuerwehren und Schützenvereine nahmen an den Feierlichkeiten teil. Die Gedenkfeiern gestalteten der Männergesangverein "Liederkranz" mit Dirigent Adolf Rösel und an der Orgel Josef Frischholz, sowie die Blaskapellen aus Tännesberg und Weiden. Ehrenwache hielten Reservisten. Der Vorsitzende der Soldaten- und Reservistenkameradschaft, Walter Imbs, legte in Döllnitz und der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft, Reinhard Bruckner, in Leuchtenberg mit dem Bürgermeister zum Gedenken Kränze nieder. Helmut Bamler hatte die Gefallenen und Vermissten in Döllnitz verlesen, Jürgen Scharff die in Leuchtenberg.
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