Volkswirte bleiben skeptisch

Volkswirte haben zurückhaltend auf die Einigung im Schuldenstreit mit Griechenland reagiert. Immerhin sei die Wahrscheinlichkeit eines Ausscheidens Griechenlands aus dem Währungsraum ("Grexit") etwas gesunken, erklärte Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank am Montag. "Aus unserer Sicht liegt die Wahrscheinlichkeit nun wieder bei unter 50 Prozent." Risiken sieht Kater vor allem beim griechischen Parlament, das die Ergebnisse bis Mittwoch billigen muss.

Mit der Einigung sind aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nicht alle Probleme des Landes gelöst. "Es wäre verfrüht, die Einigung als einen Erfolg anzusehen", teilte DIW-Präsident Marcel Fratzscher mit. "Es ist lediglich ein erster Schritt, die wirtschaftliche Abwärtsspirale Griechenlands aufzuhalten." Ungelöst blieben Fragen, wie der griechische Staat zahlungsfähig werde, wie das Bankensystem neu strukturiert und wie ein Wachstumsimpuls gegeben werden könne.

Dennoch: "Die Einigung ist ein gutes Resultat für Europa und für Deutschland", sagte Fratzscher. Das geplante Programm sei großzügig.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.